Das Geisterbankett

- 13.01.2018

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Kaji Sai
Aufzeichnungen, Teil 5 - Das Geisterbankett
Nahkampfelfe - Schwertmeisterin!
Lehrherr: Nuagin Thedoilin, elfischer Schwertmeister.
5. Tyrbor 530

Ein Geist kommt selten allein!

Kaji Sai
Ich hatte mich gerade von Gilminga verabschiedet und bin nun auf dem Weg mich noch ein wenig hier in der hiesigen Gegend umzuschauen.
Auf jeden Fall werde ich voll auf Touristin machen und mir alle, von den Dryaden vorgeschlagenen kuschligen Plätze anschauen.
Es ist wirklich bemerkenswert friedlich, ringsherum nur saftiges Grün und alles scheint mit sich im Einklang zu sein.
Ein weiträumiges Gebiet unberührter Natur.
„Puh“ dachte Kaji „mit solchen Gedanken könnte ich glatt als Dryade durchgehen.“

So in Gedanken versunken, stolperte ich plötzlich über einen spitzen Stein und flog schnurstracks in die Arme eines Elfenprinzen.
„Nicht so eilig junge Dame“ sagte eine hallende Stimme.

Als ich mich wieder aufgerichtet und alles halbwegs zu recht gezuppelt habe, schaue ich geradewegs in die leblosen Augen eines Geistes. Ein schneller Rundumblick sagt mir: Nein, wir stehen nicht vor einem Schloss, sondern vor einer Ruine. „Mist, schon wieder zu spät!“ entfleuchte es Kajis Lippen.

Ich frage mich aber schon, wie so ein großes Bauwerk, so plötzlich vor meiner Nase stehen kann ohne dass ich nur einen Windhauch davon mitbekommen habe. Aber das kläre ich alles später mit mir.

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Der Elf spricht „Das Schicksal hat dich zu mir geführt und ich freue mich über die Hilfe die mir nun zu Teil wird. Lange, sehr lange musste ich darauf warten. Und jetzt höre meinen Leidensweg“ er machte eine kurze Pause, räusperte sich und fuhr dann in seinen Worten fort…

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Wie ich ihm genau helfen kann, das weiß er leider nicht aber er nennt mir den Namen einer erfahrenden Schamanin in Dyr Laigh, die womöglich einen Ausweg aus seiner Situation kennt.

„OKAY… da bin ich ja mal wieder, im wahrsten Sinne des Wortes, in etwas Mysteriöses rein gestolpert“ antwortete ich völlig überrumpelt.

Kaji Sai
Ich mache mich also auf den Weg und muss mich erst etwas zu dem Aufenthaltsort der Schamanin durchfragen und war froh als ich dann doch endlich bei Cilkoria ankomme.
Cilkoria ist nicht gerade begeistert…
(hihi… schöner Wortwitz) aber Hauptsache sie hilft mir den Prinzen aus dem Fluch zu befreien.
Um ihm helfen zu können muss Cilkoria eine Vision erhalten.
Dies kann sie aber nur, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe des Geistes befindet.
Somit gingen wir gemeinsam zu dem Ort, an dem ich träumend in ein Abenteuer startete.

Als wir angekommen sind, sagte Cilkoria „Ja, ich spüre die Anwesenheit des Geistes. Die Informationen sprudeln auf mich ein.“ Dann trat absolute Stille ein.
Nach einer gefühlten Ewigkeit vernahm ich die Stimme von der Schamanin die ziemlich nervös klang

„Ja, alles dreht sich um den einen Ring.
Ein Ring sie zu knechten,
sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben
und ewig zu binden.


Sie schüttelt heftig ihren Kopf und sagte lächelnd “Ups, ich bin wohl in der falschen Vision! Tschuldigung...“
Fragend schaue ich sie an und Cilkoria fuhr fort „Es geht um den Ring der Hexe Jugala. Er befindet sich in den verfluchten Ruinen die von gefallenen Dryadengeistern heim gesucht werden. Diesen Ring brauchen wir und müssen ihn holen.“

Die Geister der Dryaden waren nicht zimperlich und verteidigten ihr Territorium bis auf den Tod... ähm... ihr endgültiges Ableben.

Dass ich trotz des ganzen Geistereinerlei mein Schwert schwingen durfte empfand ich als besonders attraktiv und anspruchsvoll.

Mit dem Ring im Gepäck geht es im Sprint zur Ruine.




Cilkoria sagt „Wir müssen mit dem Ring und dem Prinzen genau an die Stelle gehen wo der Prinz verflucht wurde.“
Ich spreche den Geist des Prinzen an und es stürzt aus ihm heraus „Der verdammte Ring! Nach so langer Zeit sehe ich ihn wieder. Damit begann mein ganzes Elend! Folgt mir, ich werde euch in den Thronsaal führen.“
Zusammen gehen wir in das verfallene Bauwerk. Eine steile Treppe führt hinunter in einen prunkvollen Saal. Ich sehe eine lange Tafel die mit vielen Köstlichkeiten reichlich gedeckt ist und drum herum stehen die Geister der Gäste. Scheint interessant zu werden… zu einem Geisterbankett war ich noch nie eingeladen.

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In die geheimnisvolle Stille spricht Cilkoria hinein „Ich müsste den Ring nun noch einmal genauer anschauen. Danach könnt ihr ihn an den Finger des Prinzen stecken und der Fluch wäre somit aufgehoben. Sie sind beide miteinander verbunden.“
„Was ist das?“ bemerkte Cilkoria „ich spüre eine seltsame, fremdartige und erschreckende Präsenz in unserer Nähe. Das ist beängstigend. Gebt mir nun den Ring!“
Als Cilkoria den Ring in der Hand hält ertönt eine merkwürdige Stimme den Raum. Die Worte kamen von Cilkoria, der Klang war aber nicht der ihre.
„Endlich habe ich wieder einen Körper! Ah, da ist ja auch der Prinz. Na, erkennt ihr mich wieder? Die alte Jugala. Der Fluch ist für die Ewigkeit bestimmt und ich lasse nicht zu das er gebrochen wird! Ihr sollt leiden! Leiden!“
Ich zog sofort mein Schwert und stürze mich auf Cilkoria. Ich verletzte sie nur leicht aber doch so, dass der Geist der von ihr Besitz ergriffen hat aus ihrem Körper wich.
„Was ist passiert?“ fragte Cilkoria „hier nehmt den Ring und beendet es sofort. Steckt den Ring an den Finger des Prinzen. Schnell!“
Als ich den Ring auf des Prinzen Finger schob sagte dieser „Die Hexe ist nun ein für allemal tot, der Geist ist fort und Cilkoria hat die Kontrolle über ihren Körper zurück. Ich merke wie der Fluch erlischt. Ich bin dir zu ewigen Dank verpflichtet. Die Götter mögen euch beschützen.“

Im Nu war alles verschwunden. Der Prinz, die Gäste und auch die ganzen Leckereien.
Komisch, sogar Cilkoria war nicht mehr da. Wird das vielleicht eine andere Geschichte?


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Wieder in Gedanken überlegte sich Kaji „In letzter Zeit hatte ich wirklich viele Geisterabenteuer. Wird auf meinem Grabstein stehen:
Kaji Sai, die Geisterjägerin!“


geschrieben von Golden Girl | Im Forum diskutieren