Die Gemächer der Ahnen

- 19.11.2017

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Kaji Sai
Aufzeichnungen, Teil 4 - Die Gemächer der Ahnen
Nahkampfelfe - Schwertmeisterin!
Lehrherr: Nuagin Thedoilin, elfischer Schwertmeister.
30. Tyrbor 529


Kaji Sai
Als ich gerade bei Alexia mit dem Essen fertig war, hämmerte es an der Tür.
Ein Kurier, völlig außer Atem, überbrachte mir eine Depesche aus Thylysium.
Ein guter Freund des Senators ist in Not. Dessen Frau und seine Tochter sind verschwunden.
Zwei auf einen Schlag. Das ist selten.
Aber was ist das!? Ich soll von hier zu den Dryaden? Ein Katzensprung ist das ja gerade nicht!
Aber was tut man nicht alles im Dienste ihrer Majestät!
Ok, das wird ein langer Weg.
Alexia und ich verabschieden uns auf ein baldiges Wiedersehen.
Ich mache mich also per Teleportation in Richtung Dyr Lain auf.
Puh, den Weg erst einmal zu finden hat schon einen halben Tag gedauert. Denn der Ort wo ich den Freund treffen soll befindet sich in Logaeiar.
Ein kleiner Außendistrikt von Dyr-Laigh.
Aber geschafft!
Nun stehe ich endlich vor Mekilas der mich darum bittet seine Frau und seine Tochter zu finden.
Mit zitternder Stimme sagt er zu mir „Gilminga ist in Begleitung von drei Anhängern einer Sekte die sich „Schatten des Lebens“ nennen gesehen worden und kam seitdem nicht wieder nach Hause.
Meine Frau ist dann auf die Suche nach unserer Tochter Gilminga gegangen.
Aber Timune ist auch schon überfällig!“

Ich dachte mir so „Und du Memme stehst hier rum und flennst!“ Was ist das nur für eine Welt? Mit solch einer Einstellung kann Ancaria ja keine Helden hervorbringen. Deshalb bleibt auch alles an meinen Schuhen kleben. Und irgendwann sind wir Helden dann ausgestorben.
„Nun beruhige dich mal wieder“ lasse ich ihm zukommen „Wir… ähm ich, werde sie schon finden!“

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Kaji Sai
Der Weg war mit Achtbeinern übersät.
Das erinnerte mich an den Abzählreim den ich mit meiner Schwester immer aufsagte:

"Plitsch, platsch Spinne Matsch.
Ob groß ob klein, wirst tot bald sein!!


Als ich so richtig im Spinnenallerlei stehe, sehe ich links von mir eine Dryade wartend auf und ab gehen.
Ein letzter Schwertschlag und nun kann ich in Ruhe zu der Dryade hinüber gehen.
Es ist Timune, die Frau von Mekilas. Sie stand vor einem Höhleneingang und machte ein sichtlich sorgenvolles Gesicht.
„Dein Mann schickt mich und ich möchte helfen“ sagte ich mit beruhigenden Worten.
„Oh Kybele sei Dank. Meine Tochter ist dorthinein verschwunden.
Die Sekte „Schatten des Lebens“ die sich dort aufhält hat sie gefangen genommen.
Das sind alles Irre und ihr „Meister“ verspricht allen die sich ihm anschließen ewiges Leben in einer glücklichen, körperlosen Form – nach dem Tode versteht sich. Dafür aber müssen sie ihm im Diesseits dienen.
Ich habe hier gewartet falls sie doch wieder heraus kommt.
Eine Diebin ist vorhin hier aufgetaucht und wollte meine Tochter gegen eine sehr hohe Belohnung suchen.
Es wäre nett wenn ihr Kontakt zu ihr aufnehmen würdet. Vielleicht hat sie schon etwas in Erfahrung bringen können Sie heißt Figmiyen“
„Seid gewiss, ich werde eure Tochter zu euch zurück bringen!“
Erleichterung machte sich bei Timune bemerkbar und zauberte mir ein Lächeln entgegen.


Nun gut, dann will ich mal sehen was mich dort drinnen erwartet.
Holla die Waldfee… eine riesige unterirdische Tempelanlage. Ein wunderschöner Bau und bestimmt Millionen Jahre alt. Mich überkommt ein sehr beklemmendes Gefühl von Ehrfurcht.

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Nachdem ich einige monumentale Hallen durchlaufen bin, in denen sich immer wieder eine Masse an Sektenanhängern tummelte, traf ich auf die Diebin Figmiyen.
Sie konnte schon einige Dinge herausbekommen aber das verlangt natürlich wieder eine Gegenleistung.
Ich soll die Kriegsherrin Darwagon ins Jenseits befördern, eines Ringes wegen.
Hm, so sei es!
Um Gilminga wieder in die Obhut ihrer Eltern zu bringen werde ich mich ihrer Wünsche annehmen.

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Die Kriegsherrin samt ihrem Schoßhündchen, ein ziemlich knurriger Löwe, sind nun in die ewigen Jagdgründe von Ker eingegangen und ich bin um einen Schlüssel reicher.

Kaji Sai
Im westlichen Teil der Anlage befindet sich der Krypten-Flügel.
Dort soll sich ein Geisterbeschwörer namens Equantinus aufhalten, der ein sehr mächtiges Amulett um seinen Hals trägt.
Auch das möchte die Diebin in ihrem Besitz wissen.
Figmiyen versucht derweil den Schlüssel zum Ostflügel in ihre Finger zu bekommen.

Und wieder etwas aus Kindheitstagen...

Schlüssel, Schlüssel du musst wandern… von dem einem zu dem andern…

Oh man, ist ja das reinste Kinderparadies wenn es nicht so real brutal wäre!

So, den glitzernden Anhänger habe ich… war ein Kinderspiel mal so nebenbei bemerkt.

Mal sehen was Figmiyen jetzt noch haben möchte bevor ich endlich mal die Ausreißerin zu Gesicht bekomme.


Sie übergibt mir den Schlüssel zum Gefängnisflügel, wohin ich mich natürlich sofort aufmache.
Mazzagon war einmal ein fähiger Kerkermeister der aber in den letzten Jahren ziemlich ausgerastet ist.
Die Tür in dem ich den Kerkermeister finden soll ist verschlossen. Welch ein Zufall.
Sein Sekretär übergibt mir den Schlüssel zum großen Saal, wo sich Mazzagon aufhält.

Sollte dies etwa der letzte Schlüssel gewesen sein?

Als ich die Tür aufschloss kamen mir seine zwei Leibwächterinnen schon entgegen. Die Vollblutdryaden hatten es wahrlich in sich. Es war ein sehr harter Kampf, bei dem ich auch etwas Blut lassen musste. Aber das Schicksal hat es gut mit mir gemeint und Mazzagon und seine Beschützerinnen sind nun dahin.

Etwas angeschlagen führt mein Weg wieder zu Figmiyen, die schon grinsend auf mich wartet.

Ha, ich weiß was ich bekomme… einen Schlüssel! Richtig geraten… es ist ein Schlüssel!

Dieser öffnet mir die Tür zu dem Hexenmeister persönlich… Mankaul, Malefikant und Oberster seiner Art!
Der Weg führt zu dem Ruheraum des Sektenführers der sich in der Mitte dieses großen Saals befindet.
Meine Wunde am linken Arm sieht nicht gut aus. Schnell ein paar Mullbinden drum herum gewickelt und gut ist. Auf zum letzten Gefecht!

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Mankaul hat sich in einen geflügelten Dämon verwandelt und ihn umgeben auch noch einige Helfer. Typisch, so ein Großmeister stellt sich nie alleine dem Feind. Die machen sich dann wahrscheinlich in die Hose vor Angst.

Die Bösen waren schnell dahin geschnetzelt und im Nu stand Gilminga und der Zauberer Balthur vor mir.

„Entschuldige vielmals für die ganzen Unannehmlichkeiten. Ich wollte hier unten nur mal schauen ob an den Gerüchten der Sekte was dran ist. Ich habe aber herausgefunden das dies alles nur Lug und Trug ist. Ein unheimlicher und grausamer Ort. Da habe ich mich hier versteckt weil ich alleine nicht mehr heraus gefunden hätte. Aber jetzt wo alles vorbei ist kann ich ja beruhigt nach Hause gehen.
Den Priester habe ich hier getroffen, auch er wurde von meiner Mutter geschickt. Er wird euch vor den Eingang zu meiner Mutter teleportieren. Ich werde noch etwas nach Schätzen schauen und dann heimwärts gehen. Vielen Dank für alles!“
Und eh ich etwas sagen konnte stand ich schon wieder im Freien. Was ist das nur für eine Jugend heutzutage? Auf diese Frage wird mir noch nicht einmal Kybele antworten können.

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Trotz meiner Verletzungen bin ich frohen Mutes, denn ich habe meine Aufgabe wieder einmal grandios gemeistert. Und vielleicht bekomme ich als Auszeichnung von Senator Nimorian den „Goldenen Schlüssel“ ausgehändigt :)


geschrieben von Crow Girl | Im Forum diskutieren