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Soundtrack - Island Day


Das foobar-Experiment - Tagebuch eines Sacred-Skeptikers, Tag 6

Tag 6

Zum sechsten Tage hat Ascaron den Patch 2.40 veröffentlicht und damit endlich die Funktion nachgerüstet, die lange überfällig war: Eine Pause im Einzelspielermodus. Die Weihnachtsqueste soll laut Changelog entfernt worden sein, wobei ich hoffe, dass sie sich automatisch zum vierten Quartal (nach der Rechneruhr) wieder aktiviert. Schließlich war sie an sich sehr spaßig und ob noch ein weiterer Patch kommt, ist offen. Es wäre doof, wenn man die Mission sozusagen in den Müll geworfen hätte, nur weil Weihnachten rum es ist. Denn es kommt ja immer wieder. Als Ersatz wurde eine Osterqueste eingebaut, die meiner Meinung nach aber nicht ganz so gelungen ist.

Heute in der Sendung mit dem foobar: Waffenverbesserungen. Was sind Waffenverbesserungen? Erklär' ich euch. Also erstmal braucht ihr eine Waffe. So 'n olles Schwert zum Beispiel. Je nach dem, was es für eine Waffe ist, hat sie ein bis vier Sockel, in die ein Schmied (gegen Bezahlung, versteht sich) Verbesserungen einarbeiten kann. Solche Verbesserungen gibt es zuhauf, man kann sogar Ringe und solche Sachen einarbeiten lassen. Somit kann eine Waffe, die geringeren Schaden austeilt, aber dafür 3 Sockel hat, mit den richtigen Verbesserungen mächtiger werden als eine Waffe mit höherem Schaden und nur einem Sockel. Hier eröffnet sich eine richtige Spielwiese für Leute, die gerne mit solchen Sachen herum experimentieren. Für mich persönlich ist es nur nette Spielerei.

Heute besuche ich die Seraphim. Sie leben auf einer felsigen, vulkanisch aktiven Insel. Abgestorbene Bäume, kristalline Strukturen und Lavaströme prägen das Bild. Kurzum: Eine unwirtliche Gegend. Neben Sophia, der ältesten aller Seraphim (sie hat sich aber gut gehalten) läuft hier auch ein Bibliothekar namens Giles herum. Ich frage mich, ob die Spielfigur der Seraphim (bzw. deren aus "Buffy" bekannte Synchronstimme) dazu einen passenden Kommentar auf Lager gehabt hätte. Die Hochelfe jedenfalls ist von seiner romantischen Art begeistert und freut sich entsprechend, als sie ihn ein zweites Mal aufsuchen darf.

Nachdem ich meine Quests auf der Oberfläche erledigt habe, führen mich meine Wege unter die Erde. Auch dort besteht alles aus einer Mischung von Fels und Lava. Das Labyrinth unter der Insel der Seraphim ist genau das - ein Labyrinth. Ich verlaufe mich ein paar mal und brauche den halben Tag, nur um den Weg zu meinem Ziel zu finden. In diesem Level habe ich mein persönliches Hass-Areal gefunden. Ein paar Nebenmissionen absolviere ich noch, doch ansonsten will ich dieses Grauen schnell hinter mich bringen und begebe ich die Sumpfregion.

Dort angekommen, werde ich wieder einmal mit einer völlig neuen Landschaft und neuen Monstern konfrontiert. Die Echsenmenschen können sogar fliegende Schweine züchten, was ich für eine herausragende Leistung halte. Der hiesige Bossgegner ist eine Nebelwolke, die mir gleich ein paar Mal über den Weg schwebt. Und mich ein paar Mal unfreiwillig an den Seelenstein zurück befördert. Ein nerviger Widersacher, aber nachdem Gewirr unter der Seraphim-Insel geradezu erfrischend und angenehm direkt.

Der Sumpf wirkt schön düster und bedrohlich, die obligatorischen Untoten bevölkern ihn im für Sacred 2 üblichen Monster-zu-Quadratmeter-Verhältnis von 3 zu 1. Interessant ist übrigens, dass sowohl die Orks wie auch die Echsenmenschen keine Feinde sind. Sie werden mit einer eigenständigen Kultur dargestellt und nicht einfach als böse, hirnlose Monster wie in manch anderer Fantasykost. Solche Dinge gefallen mir, da sie Atmosphäre in die Welt bringen. Der Wunsch, mehr über Kultur und Geschichte von Orks und Echsenmenschen zu erfahren, bleibt mir jedoch verwehrt. Schade.

Ansonsten halte ich mich im Sumpf nicht allzu lange auf. Ich habe im Labyrinth viel Zeit vergeudet und möchte aufholen, also schicke ich meine Hochelfe in die Wüste.

Fazit des Tages: Endlich eine Pausen-Funktion. *Hüpf* Jippie! Das unterirdische Labyrinth ist ganz bestimmt nicht mein Fall. Im Sumpf geht es schön schaurig zu. Der Nebel ist ein respekteinflößender Gegner, bei dem man sich entsprechend freut, wenn man ihn vaporisiert hat (hehe).


geschrieben von foobar | Im Forum diskutieren