Mythologie







Die Erschaffung der Welt


Am Anfang war das Chaos! Überall herrschte die Finsternis. Furcht und Angst regierte das Land! Doch dann erhoben sich die Götter aus der Finsternis und erschlugen die Dämonen der Dunkelheit. Sie verbannten diese auf die Ebenen des Bösen und brachten Ordnung und Licht ins Dunkel.
Aber die Dämonen zürnten den Göttern und suchten Wege auf die Ebenen, welche die Götter nun erschufen einzudringen.
Leben spross auf tausend Welten, als die Götter ihre Saat säten. Doch bald darauf verzehrte der Tod diese Saat, als es den Dämonen aus den Grenzsphären gelang, diese göttlichen Kunstwerke einzureißen.
Also erschufen die Götter aus ihrem Blut das Herz Ancarias, welches alle lebenden Dinge verbinden und die Ebenen versiegeln sollte. Feuer, Erde, Wasser, Luft und die Leere flossen in diesen Weltstein, der die Grundfesten der Existenz sein sollte.
Die Dämonen zürnten den Göttern, die sie in die Höllen verbannt hatten und suchten Wege, des Weltensteins habhaft zu werden. Doch die Wege in die Welt der Sterblichen waren ihnen verwehrt. So brachten sie Missgunst, Armut, Hunger und Pestilenz zu den Geschöpfen der Götter, säten Krieg und Zerstörung in die Herzen der Sterblichen und das Verlangen nach grenzenloser Macht...



Die Armee der Seraphim



Als die Dämonenfürsten Chaos über die göttlichen Schöpfungen gebracht hatten, und Zauberer der Finsternis die Portale zur Hölle mit dem Blut der Unschuldigen aufzusperren wussten, strömten Horden der Dämonenbrut über die Welten herein.
In Äonen dauernden Schlachten wurden die Götter immer mehr zurückgedrängt und Ancarias Herz drohte in die Hände der Dämonenfürsten zu fallen. Da erhob sich die Kriegsgöttin Sophja und opferte sich, indem sie Worganar, dem Obersten der Dämonen entgegentrat und vor ihm fiel. Doch als Worganar frohlockte und das Herz der Welt in seinen Klauen wähnte, erhoben sich aus dem Blute Sophjas neue Kämpferinnen - die Seraphim. Die Seraphim vernichteten mit ihren göttlichen Fähigkeiten Worganar und seine Nachfahren und trieben die Dämonen in die Hölle zurück.
Dann, als endlich Frieden einzukehren schien, wurden die Seraphim mit dem Schutz des Goldenen Herzens beauftragt, welches sie in fünf Teile zertrennten und die Teile in allen Himmelsrichtungen versteckten.
Doch gesegnet durch göttliche Macht und schiere Überlegenheit im Kampfe wurden die Seraphim arrogant und überheblich und in ihrem Übermut vergaßen die Seraphim den Schutz der fünf Elemente und so wurden diese von machthungrigen Elfen, den Dunkelelfen, gefunden und gestohlen...






Die modernen Seraphim



Die Elfen, die stolzesten Geschöpfe der Götter traten an gegen ihre machthungrigen Brüder und Schwestern der Finsternis; doch die dunklen Elfen, im Besitz der magischen Elemente, überzogen das Volk der Edlen mit Blut, Feuer und Krankheit.
Ein letztes Mal entsandten die Götter ihre Armee der Seraphim, um das Schlachten zu stoppen. Doch gestählt durch Magie der Elemente, die nun frei die ancarianische Welt durchströmt, fegten die Priesterinnen des Matriarchats der Dunkelelfen die Seraphim in großer Anzahl hinweg und schließlich blieben nur wenige von ihnen zurück.
Die Rettung der Sterblichen kam in der Form der Zwerge von Gnarlingen, der späteren Zwergenfeste Gnarlstat. Die stolzen Krieger schlugen mit Breitäxten Scharten in die Reihen der Dunkelelfen und trieben diese zurück. In diesen Gefechten konnten die verbleibenden drei der fünf Elemente habhaft werden und diese in Sicherheit bringen.
Doch die Seraphim waren zerschlagen, keine Armee mehr, sondern nur wenige Hüter des Lichtes, die sich auf ihre göttlichen Ursprünge besinnen mussten und sich dem Schutze des Guten verschrieben...



Das Reich des Aarnum I.



Vor 1000 Jahren: Sophia, Königspriesterin und Beschützerin der klösterlichen Festen der Seraphim hinterlässt ihrem Sohn Aarnum I. die Klosterfeste zum Eisbachtal.
Aarnum, wild und ungestüm, und aufgewachsen in einer Welt, in der Orks und die dunklen Elfen der Mordlust das Land beherrschen und das Volk knechten, dürstet es nach Frieden.
Doch die Seraphim, geschwächt und nur wenige an der Zahl, verweigern Aarnum ihre Unterstützung. Aarnum flieht in die Waldfestung Tyr-Fasul im Elfengebiet und sammelt ein Heer von Söldnern und fahrenden Rittern um sich.
Aarnum entmachtet die Königspriesterin und stellt mit Hilfe seiner Truppen und der Zwerge aus Gnarlstat ein gewaltiges Heer auf, mit denen er die Burg Mhurag-Nar der Dunkelelfen auf der Ebene von Ancaria in einem Räuberstück einnimmt. Aarnum benennt die Feste in Hohenmut um, begründet seine Macht als weltlicher König und versagt den Seraphim jegliche Autorität in den Grenzen seines kleinen Reiches.
Bereits die Söhne Aarnum I. bauen die Machtsphäre ihres Reiches mit eiserner Hand aus. Ritter, Raufbolde und Schlägerkolonnen durchpflügen das Land, um Orks, Oger und Dunkelelfen zu jagen und zu vernichten.






Die Ödnis des Sandes



Die Orks, die einst die gesamte Ebene von Ancaria bevölkerten, werden nach Osten und Süden abgedrängt. Während die Dunkelelfen im Osten die Orks entweder versklaven oder töten, fristen die von den königlichen Truppen versprengten Orkrotten in der kargen Südwüste von Khorad-Nur ein armseliges Dasein.
Doch das harsche Leben stählt die Orks. Kriegerkulte entstehen in den Horden und nur die Macht des Stärkeren bestimmt das fordernde Leben der Orks, während im Königreich höfische Sitten bei den Adelshäusern einkehren.
Die Orks beherrschen die Ödnis alsbald und beginnen in den Schmieden ihrer Dörfer und Höhensiedlungen Waffen und Rüstungen zu fertigen.
In den folgenden Jahrhunderten wird der Süden des Reiches immer wieder von einzelnen Raubzügen der Orks heimgesucht, deren wachsende Macht die Gier anderer Wesen einbezieht: Oger und Goblins und Trollen treten den orkischen Truppen bereitwillig bei.



Die Erbfolgekriege



Unter König Vladimir VI. droht das Reich zu zerbrechen. Die Adelshäuser der DeMordreys, direkten Nachfahren von Morgast I., der Oblividons im Osten und der Mascarells im Südwesten ringen um die Thronfolge und spalten das Reich in einzelne autarke Baronien auf, die nur dem König selbst zu Gehorsam verpflichtet sind.
Die Dunkelelfen finden in der Familie von Vladimir DeMordrey willige Verbündete, und überziehen das Reich mit einem Sturm der Intrigen und Attentate, bei denen ganze Häuser, wie die der Oblividons, der Ransenmar und Wiedenfelds, untergehen.
Doch Vladimirs Terrorregime reicht weiter. Die Magier werden nun nicht nur in der Baronie DeMordreys verfolgt, sondern im gesamten Reich als Abtrünnige gejagt. Auf Fürbitte der Baroness Magdalena von Mascarell gestattet Vladimir die Einstellung der Verfolgung und Hinrichtung und lässt die Zauberer in die fernsten Regionen der dunklen Hochmoore im Osten deportieren, wo diese im Tal der Sterne ein armseliges und gefährliches Dasein führen müssen.
Magdalena von Mascarell muss als Preis für diesen Gnadenakt den Sohn Vladimirs, Alexor, heiraten, der seine junge Gattin kurz darauf im Zorn erschlägt.






Die Blutherrschaft



Prinz Valorian, ein direkter Nachkomme von Aarnum I. wächst, verbannt von Alexor I., im Exil der Klosterfeste am Eisbachtal auf. Bei einem Ausritt rettet er die Sprecherin der Elfen aus Tyr-Hadar, Laralasa, vor einer Gruppe DeMordreyscher Soldaten. Valorian opfert dabei beinahe sein Leben und kann nur durch die Heilkräfte der Elfen am Lebensbaum unweit der Ortschaft Biberingen am Leben gehalten werden.
Doch sein beherztes Einschreiten rührt das Herz der Elfensprecherin und sie verliebt sich ihn. Valorian findet in den Elfen mutige und tapfere Verbündete. Mit Hilfe der Elfen und der Seraphim vom Eisbachtal, kann Valorian König Alexor bei der Schlacht am Feenbach vom Thron stoßen und selbst die Krone an sich reißen.
Unter Valorian I. endet die Schreckensherrschaft und er ruft die königliche Befreiung der Geknechteten aus. Die Zauberer dürfen ins Reich zurückkehren und Hofzauberer werden eingeführt, während die Seraphim im Zuge der Restauration den Status von Paladinen erhalten und keiner weltlichen Jurisdiktion im Reich mehr unterstehen.
Die Ehe mit Laralasa darf Valorian jedoch nicht schließen und so ehelicht Valorian die Nichte Alexors, Moridya DeMordrey, um Frieden mit dem Haus DeMordrey zu schließen.



Der Große Frieden



Der Enkel Valorians ist König Aarnum X. Aarnums Macht beruht auf einem stabilen Handels- und Steuersystem, welches in alle Teile des Reiches reicht.
Die Elfen von Tyr-Hadar senden Waldläufer zur Unterstützung der königlichen Fährtensucher ins Reich und die Seraphim sichern den Frieden und sprechen Recht.
Auch die Beziehungen zum Haus der DeMordreys werden durch eine neue Allianz gehärtet, als Vladimir DeMordrey doch Aarnums oberster Feldmarschall und militärischer Hüter des Reiches wird, dem die besten und stärksten Truppen unterstehen.
Der junge Baron DeMordrey schützt das Reich effizient, indem er den Ort Hohenwall unter königlichem Banner ausbauen lässt. Doch durch diese Entscheidung werden die wirtschaftlich unbedeutenden Orte Finsterwinkel, Torffingen und Moorbruch nunmehr völlig vom Schutz des Reiches abgeschnitten.
Aarnums Sohn, Prinz Valor, streitet heuer im Süden des Reiches gegen die Unruhe stiftenden Orks. Eine Braut hat der junge Prinz derzeit noch nicht gewählt, doch zählen die Damen Druusa DeMordrey und Varia von Heckenheim zu den begehrtesten und schönsten Frauen im Reiche.



geschrieben von Thalys