X-Mas Contest

Syrws


Gyron Drachentöter

Dies ist die Sage von Gyron Drachentöter, dem Schattenkrieger.

Einst ein Kämpfer, gefallen im Krieg gegen den Schatten, wurde er wiedererweckt.
Klein waren seine Taten, doch groß sein Herz, er bezwang das Locken der Ker und erschlug seinen Beschwörer. Allein mit einem nachtschwarzen Speer, erbeutet aus dem Totenreich, und einen Lendenschurz entfloh er den Katakomben und besah seine Welt.

Von Ker war sie besetzt, sein Tod damals, was hatte er dem Menschen geholfen?
Nun aber hatte er Kraft, genug um die Menschheit erneut gegen das Dunkel ziehen zu lassen.
Doch soweit sollte es nicht kommen…
Die Menschen, sein eigenes Volk, sie hatten Angst vor ihm, ja, sie verabscheuten ihn sogar!
Sie waren geblendet, sahen nur seinen untoten Körper, nicht seine reine Seele.
Doch der Krieger wollte ihre Bewunderung, ihr Vertrauen, zurückgewinnen, also wanderte er hinaus um dem Bösen zu trotzen, hinaus, nach Ancaria.

Eines Tages, der Winter begann, fand er ein abgelegenes Dorf im Westen.
Die Bauern dort, voll Furcht, baten ihm, dem Treiben im Walde ein Ende zu bereiten.
Zwischen den trauernden Bäumen lauern dort Unmenschen, Vampire, Dämonen in Menschengestalt, welche nach Blut für ihre Götter lechzten.

Mit eisernen Willen und glänzendem Speer machte sich Gyron auf den Weg, auf das diese Mörder den nächsten Tag nicht mehr erleben.
In dieser Nacht, sollte kein Kultist friedlich schlummern, sondern in das Totenreich eingehen.
Er tötete jeden, jeden der nicht floh, Kuan Macht war mit ihm.
Als die Unmenschen starben, der Schnee rot von ihrem Blut, und die Götzen niedergebrannt waren, entdeckte der Krieger das letzte Übel der Waldes.

Das Wesen war ein Drache.
Mächtig wie ein Berg und ebenso hoch.
Von der Gunst Kers in einen Tobsuchtsanfall gefallen,
kann er nicht ermüden.
Doch gegen den Tot ist er nicht gefeit.

Er war ein Schattenkrieger.
Er war untot.
Tote können nicht sterben.
Tote können nicht hungern oder dursten.
Tote können ebenfalls nicht ermüden.

Tag und Nacht kämpften die beiden Wesen.
Schließlich, am heiligsten Tage, bohrte der Krieger den Speer in das Herz des Biestes.
Der Teufel brauch zusammen und hauchte sein Leben aus, er war tot.
Und Gyron riss dem Ungeheuer die Zähne hinaus und ritzte seinen Namen in sie, damit jeder, der auf der Seite des Schattens stand, erkennen konnte, wer er war.
Gyron Drachentöter.

Und das Menschenland wurde befreit, weil der Krieger durch das Land streifte, die Diener Kers flohen in die hintersten Winkel, die Untoten verschwanden, Werwölfe flohen und wilde Tiere wurden plötzlich zahm.
Die Menschheit liebte und verehrte ihn, er könnte nun in jeglichen Luxsus
Aber des Krieger Aufgabe war noch nicht erfüllt, der Schatten würde eines Tages wiederkehren.
Er jagte die Jäger, die Mörder, die Ungeheurer, die Wesen des Dunkels bis in die tiefsten Höhlen und Gräber.

Doch auch er hat Schwächen.
Seine Gefühle waren nicht tot.

In einen Mausoleum begegnete er einen uralten Wesen, ein Geist, eins der ersten Wesen Ancarias.
Die Banshee.
Für ein Menschenauge war sie hässlich, aber jemand, der bereits in den Klauen des Todes sich befand, war sie wunderschön.
Der Krieger war wie betäubt, er konnte seinen Speer dich nicht gegen so ein wundervolles Geschöpf heben!
Doch die Banshee war voller Hass, der Krieger tötete ihre Kinder, also tötete sie ihn.
Sie verleibte sich ihn ein und fraß seine Seele...

Und die Untoten erhoben sich wieder.
Und die Drachen kamen zurück.
Und die Werwölfe kehrten aus den Bergen wieder.
Und die wilden Tiere wurden tollwütig.
Und Kuan wand sich ab.

Nun ist er zum zweitem Mal sinnlos gestorben.
Aber dieses mal käme er nicht wieder...

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Matze U2

Weihnachten bei den Inquisitors

Es war kurz vor Weihnachten. Vater Inquisitor, der reuige Harald von Hagenstein wollte mit seiner Frau, der Ordensschwester Sylviana und ihrer Tochter Schirka endlich einmal zusammen feiern. Viele Jahre ist es her, dass der Vater Zeit für seine Familie hatte. Die Welt wartete darauf von ihm gerettet zu werden. Nun sollte es anders kommen. Sie wohnten unweit der Kupferspitzen, so dass er nur den Seelenstein zu aktivieren brauchte und durch Telepathie mit Sylviana, sofort erscheinen konnte, um seine Worte zu sagen: „ Bereue Christkind, bereue!“
Es begab sich, dass Deylan die Alleinherrschaft wollte. Deylan war ein ehemaliger Mitschüler von Harald und neidete ihm seine hübsche Frau und seine Macht. Denn Harald war „Allmächtig“!
Deylan veranlasste die Entführung seiner Tochter Schirka, indem er Werwölfe beauftragte nachts zu den Kupferspitzen zu reisen, um Haralds Tochter zu verschleppen. Als es geschehen war, nahm Sylviana Kontakt auf mit Harald und berichtete welch schrecklichen Plan Deylan verfolgt. Er will sich auf dem Rugby- Platz in der Orkregion mit ihm messen, wer wohl der Mächtigste sei.
Es kam, wie es kommen musste – Harald vs. Deylan
Deylan war sehr stark und kämpfte verbissen. Die Orks schauten zu und lachten nur über die „Dummheit“ der Menschen. Harald saß während des Kampfes auf einer Bank, so dass ihn Deylan nicht sehen konnte, denn sein Doppelgänger führte den Kampf. Als Deylan den entscheidenden Treffer landen wollte, stand Harald kurz auf und vollzog die Hinrichtung.
Deylan konnte dem nichts mehr entgegen setzen und winselte um Gnade. Bald darauf erschien Schirka und umarmte ihren Vater. Jetzt konnten alle gemeinsam Weihnachten Feiern. Nun ratet einmal was Harald, unser Inquisitor bekam?
Deylans Macht

Ich wünsche allen ein Frohes und Friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr
I wish all a joyfully and peaceful Christmas and a Happy New Year.

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antizombie77

Konion schaute durch das Fenster. Er sah ihre widerlichen kleinen Gesichter, die Gier in ihren viel zu großen Augen und die Vorfreude, die er ihnen noch in der nächsten Stunde zunichte machen wollte.

Die Hochelfen feierten, wie jedes Jahr, den Tag der Gaben und des Mitgefühls. Für die Elfenkinder standen eindeutig die Gaben im Vordergrund, während die Erwachsenen das Fest kaum ansprach. Mitgefühl, pah. Da könnte man gleich verlangen, die Menschen sollten mit ihnen, den besten aller Lebewesen, gleichgestellt werden. Warum sie den Tag feierten, wussten sie sowieso nicht mehr. Tradition war in ihrer Kultur wichtiger als alles andere und es wäre gewiss ein Skandal geworden, der sich weit über die Grenzen Tyr Lysia’s herumgesprochen hätte, wenn ein Elf nachfragte, warum man einen vollkommen sinnlosen Feiertag nicht abschaffte.

Der Großinquisitor hatte gesagt, bevor du uns beitreten kannst, bringe einen Beweis, dass du eine Seele, schwarz wie die Nacht und ein Herz, so boshaft wie ein gereizter Goblin hast. Er fror, doch einen dermaßen gute Chance für sein Vorhaben durfte er nicht wegen solch einem niederen Befinden sausen lassen. Und fast schon sehnsüchtig dachte er an die Inquisitoren, die sich vermutlich gerade im Tunnelgewölbe unter Thylysium einen Spaß daraus machten, sich gegenseitig mit blutrotem Wein voll laufen zu lassen.

Nicht das ein besonderes Ereignis anstand, oh nein, aber wer tagsüber foltert muss es sich am Abend gut gehen lassen und mit einem Kater am nächsten Morgen zu erwachen, bringt einen in die richtige Stimmung, Lügen und Intrigen zwischen den großen Adelshäusern des Elfenreiches zu spinnen. Es war also tägliche Routine.

Konion wusste schon in dem Augenblick als er mit dem Großinquisitor gesprochen hatte, er musste etwas Großes leisten. Ein altes Weib mit Steinen zu bewerfen oder ein Kind in einen Brunnen zu stoßen, das würde niemanden überzeugen. Schon vor längerem packte ihn der Gedanke einen der größten elfischen Feiertage zumindest für das Oberhaupt der Tylyum Armund, der größten in Tyr Lysia lebenden Adelsfamilien, das wichtigste ihrer „heiligen“ Feste zu zerstören. Seine Erkundigungen über die Feier hatten folgendes gebracht: Er wusste, wenn der Mond am höchsten steht, würde eine rot-gekleidete Gestalt die Geschenke für die Kinder bringen und allen Anwesenden ein frohes Fest wünschen. Und genau diese Gestalt wollte Konion umbringen...

Als der Mond auf der höchsten Stelle angekommen war, hörte Konion, der bereits ein wenig döste, ein Klappern auf dem Dach. Sofort stand er auf und zog seine bereits zwei Nummern zu kleine Kutte zurecht.
Er hatte sie einst auf einem Elfenmarkt gekauft und sie schwarz gefärbt, um das Aussehen eines Inquisitors zu erhalten. Das Ergebnis war jämmerlich und nach all der Zeit wurde die Robe immer dreckiger und kleiner, außerdem kratzte sie höllisch. Irgendwann zog er sie nur noch zu geheimen Aktionen mitten in der Nacht an oder auch um nicht erkannt zu werden, wenn er sich da einen Apfel oder dort einen Schinken stahl.
Im Mondlicht sah er den Schatten einer menschenähnlichen Gestalt, die aufs Dach kletterte, seine Nachforschungen waren also nicht umsonst gewesen. Er handelte sofort. Einen kurzen Augenblick später war er ebenfalls auf dem Dach und huschte lautlos wie eine Katze zu der Gestalt, die gerade versuchte ihren massigen Leib in einen Kamin zu zwängen. Mit einem Eisenknüppel gab er ihr einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf. Bevor die Gestalt aufschreien konnte, band er ihr einen Knebel um den Mund und stieß sie vom Dach. Mit einem dumpfen „Plums“ schlug sie auf. Konion sprang hinunter und zog ihr eine flauschige rote Mütze mit einem weißem Pelzknubbel vom Kopf.
Es war der schlimmste Augenblick in seinem Leben. Konion dachte sein Herz würde stehen bleiben, als er sah wer sich unter der Verkleidung verbarg. Mit zornentbranntem Blick starrte ihn der Großinquisitor persönlich an. Konion wusste nicht was er denken sollte. Ein Inquisitor, der Geschenke verteilt, noch dazu eine Sagengestalt (bzw eine Sagengestalt, die Elfen Gutes tut, berühmt-berüchtigt war er bei ihnen auch so zweifelsfrei) bei den Hochelfen und dann auch noch das Oberhaupt eines grausamen Geheimbundes ist, war zuviel für ihn. In dem Wissen dem Tode geweiht zu sein, sollte er stehen bleiben, schnitt er geschwind den Knebel des Großinquisitors durch, um diesen nicht noch mehr zu erzürnen und rannte so schnell er konnte fort.

So mancher Elf fragt sich noch heute, warum seit jenem Tag die Tradition nicht mehr stattfindet. Die Erwachsenen sind beinahe froh und die Kinder vergaßen das Fest schnell, nachdem sie keine Geschenke mehr erhielten. Und doch gibt es immer noch Gerüchte von Wanderern, die jenseits der Drachenzähne waren, dass zur gleichen Zeit als es in Tyr Lysia aufhörte, in der Artamark eine Gestalt begann, jedes Jahr über die Dächer zu klettern und Geschenke in die Schornsteine zu werfen.

Vielleicht will sie sich für einen begangenen Fehler entschuldigen und den von Elfen unterdrückten Menschen der Artamark etwas Freude und Hoffnung geben.
Vielleicht will sie auch einfach nur zeigen, ich mache da weiter wo du meinetwegen aufhören musstest, Großinquisitor.
Oder aber, sie will einfach nur eine weiche Kutte tragen, die ihr passt.

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Donnervogel

ie Tage waren kürzer geworden und der erste Schnee war längst gefallen. Gronz, ein junger Oger bohrte gerade in seiner Nase, als sein Vater die Hütte, aus wahllos zusammen getrümmerten Holzleisten, Lehm und Ogerkot erbaut, betrat. „Grunz Grunz“, was so viel wie „Hey Hey!“ bedeutet, kam es aus dem dreckigen Maul des großen Ogers. Gronz blickte auf, zog seinen Finger aus dem Nasenloch und schaute seinen Erzeuger ungläubig und dumm von der Seite an. „Höö?“ „Grrzzzz“ „Hmmppff“ „Grrr“. Mit dumpfen Grunz- und Grolllauten begrüßten sich die zwei nach traditioneller Art der Oger. „Undsch, freuscht disch schonsch wennsch Weihnachtsch?“, grunzte der Vater und erhielt die Antwort: „Jasch, Klarsch!“ Der alte Koloss begann heftig zu lachen und donnerte mit der Faust auf den Tisch, so dass die Teller nur so bebten. „Esschn!“ Gronz‘ Mutter wuselte herbei und füllte die Teller mit grüner Pampe. „Wosch dasch?“, polterte der Riese. „Habsch so komisch Elfsch entsaftetsch“ „Herrlisch! Einfach Herrlisch! Gronz! Wo hascht deinsch Lederhosch? Wenn heutsch Abend da heiligsch Weihnachtsgnomsch kommtsch musscht geputzscht sein!“ Gronz grunzte wie es ein Oger eben so tat und stecke seine Pranken in die Pampe um sie dann zum Maul zu führen.

Nach dem Weihnachtsschmaus trafen sich die Oger wie jedes Jahr am Pranger. Zurzeit fristete dort ein räudiger Dunkelelf seine letzten Stunden. Mehrere Kolosse standen um ihn herum und warfen mit ihren Fäkalien und Körperergüssen nur so um sich, um den Elfen weiter zu schänden. Gronz‘ Vater, der Führer des Ogerclans, stapfte mehrmals fest auf den Boden und brüllte: „RUHESCH! DA WEIHNACHTSSCHGNOMSCH KOMMTSCH DOCH HEUTSCH!“ Die Menge guckte sich nach ihm um und viele dumm dreinblickende Glubschaugenpaare richteten sich auf den Stammeshäuptling. Dieser fuhr fort: „Allscho. Kindersch wie immersch! Sobaldsch dunkel wirdsch hier hersch! Und dannsch bringtsch Weihnachtschgnomsch Geschenksch und dann machensch Rabauksch. Habscht?“ Zustimmendes Raunen war die Antwort der Ogergruppe.

Der Ogerchef schaute gehen Himmel und wusste, dass es an der Zeit sei. Resignierend trampelte er zum Haus des Schamanen. Er klopfte wild an die dicke Holztür und trat sofort ein. „SCHAMANSCH!“ Eine dicke, zerzauste Gestalt in einem dreckigen Mantel schaute perplex auf und grüßte mit ohrenbetäubendem Grollen. Er trug auf dem Kopf einen makaberen Hut, welcher aus irgendwie zusammen geklebten, diversen Köpfen – deutlich erkennbar waren ein Wolfskopf sowie ein Elfenschopf - bestand. Er trug mehrere Knochenketten und einige Reifen um die Arme. „Gnomsch?“, fragte er seinen Häuptling, woraufhin dieser billigend knurrte. Der Schamane griff in eine große Holztruhe, welche arg verwittert im hinteren Teil des Hauses lagerte und zerrte einen grünen, ramponierten Mantel sowie eine rote, spitz zulaufende Mütze hervor. Dann kehrte er zu Gronz‘ Vater zurück und reichte ihm die Stofffetzen. „Zum Glücksch isch noch bisch Zeitsch“, brummte der Ogerboss und verließ die Hütte und das Dorf auf einige Entfernung. Die Sonne war fast untergegangen. Der rosa Himmel gefiel dem Koloss nicht – „einfach zu fröhlich und elfisch“, dachte er leise bei sich und zerrte sich unter großer Mühe den angeknabberten Mantel an. Nachdem dieser an den Armen etwas eingerissen war passte er auch prima und der Riese war sichtlich erfreut und stolz auf sich. Anschließend packte er den Hut und stülpte sich diesen über.

Es war nun fast völlig dunkel und der Oger ging voller Stolz und erhobenen Hauptes zurück zum Dorf. Schon von weitem waren Fackeln am Pranger zu sehen. „Gut“, dachte er bei sich: „Das wird ein Spaß!“


Gronz stand neben seinem besten Freund Rosch und scharrte mit den Füßen. „Wann würde endlich der Weihnachtsgnom kommen?“, dacht er – schließlich freute er sich waahhnsinnig auf das Weihnachtsfest. Schon das gaaanze laaange Jahr!

Ein Raunen ging um und Gronz blickte sich wild um. „Dortsch!“, grunzte er voller Begeisterung. „Da Weihnachtschgnomsch!“ Der verkleidete Oger kam näher. Auf seinem Rücken war ein großer, prallgefüllter Sack, den er kurz vor dem Dorf mitgenommen hatte. In ihm befanden sich die Geschenke für die kleineren Oger. Mit tosender Stimme rief er: „Ichsch bin dasch Weihnachtschgnomsch! Warsch auch alle bravsch und habtsch kämpfnsch gelerntsch?“ Ein zustimmendes Raunen machte die Runde. Mit fast schon liebevollem Ton sprach der verkleidete Oger: „Dann singscht euer Liedsch!“

Es wurde auf einmal ganz still und die Ogerkinder begannen zu singen:


Liebsch Weihnachtsgnomsch, du bestimmtst den Tonsch.
Wir wollnsch immersch artigsch seinsch, setzschn unsch Keulen einsch.

Nachdem die Reime gesungen waren schrien einige: „Geschenksch!“ und rannten zum vermeintlichen Weihnachtsgnom, um sich ihre Geschenke abzuholen. Darunter waren unter anderem neue Keulen - für die ganz braven Kinder sogar Keulen mit Eisennoppen.

Den restlichen Teil des Weihnachtsabends verbringen die Oger übrigens beim grillen. Wer gut aufgepasst hat weiß auch, wer oder was auf das Rost kommt.

Doch dies ist eine andere Geschichte.

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1!-!1

„.... zu den noch ungeklärten Massenmorden an untoten Blind Guardian Fans schwieg die Polizei bislang. Da Fußspuren in Ancaria auf unerklärliche Weise bereits nach wenigen Augenblicken wieder verschwinden, habe man noch keine Anhaltspunkte. Und nun zu den wichtigeren Meldungen des Tages: In Thylysium ist gerade ein Sack Reis umgefa.......“

Seufzend stand Holger auf. „Klaus, langsam reicht es wirklich! Ich weiß, du setzt dich gerne in diesen komischen Kasten und redest irgendeinen Stuss zusammen, aber so langsam nervt es! Bald ist dieses Zeugs da, Weihnachten, und du weißt das ich da immer so schnell gereizt bin.“, schnauzte er seinen Mitbewohner an. „Ööööh muss Fernsehprogramm machen.....“, kam die Antwort von der Gestalt, die in dem seltsamen rechteckigen Kasten saß, der aus einem ungewöhnlichen Material hergestellt war. „Klaus, komm da raus! Ich sage es dir nicht noch einmal! Und..... was zur Hölle ist ein Fernsehprogramm?“, seufzte Holger entnervt. „Höööööö, Fernsehprogramm ich machen, jaaaaaaaa.....“, schrie Klaus freudig. Holger fragte sich oft, warum er gerade in eine WG mit einem vollkommenen Idioten ziehen musste. Wenn er sich das fragte, dann beschwichtigte er sich immer wieder damit, dass Klaus nichts dafür konnte. Denn auch Holger war momentan in einer ziemlich misslichen Lage. Denn beide waren Zombies. Doch während Holger bereits in der Zombieschule immer der Klassenbeste war, hatte Klaus es relativ schwer. Schließlich hatte er in einer Schlacht den oberen Teil seiner Stirn und somit auch seines Gehirns verloren, ein Umstand, den er momentan mehr schlecht als recht mit Schminke zu vertuschen versuchte. Und mit einem halben Gehirn war es schwierig etwa solch komplexe Gedankengänge auszuführen, wie dass man sich fragt, was zur Hölle ein Fernsehprogramm ist und warum man mal voll verständliche Sätze mit mehr oder weniger Sinn von sich gibt und mal nicht. In gewisser Weise hatte Holger wohl einfach Mitleid mit seinem Mitbewohner. Und Holger hatte es ebenfalls schwer in einer Welt, die seinesgleichen gleich als sabbernde Idioten ansah. Das Holger so schlau war, das er sich sogar Gedanken über das bevorstehende Weihnachtsfest machte, das entging natürlich jedermann. Unter dem schlechten Ruf der Zombies hatte natürlich mal wieder er zu leiden. Und das machte Holger ziemlich wütend.

„....llen. Der schuldige Reisbauer wurde sofort der Inquisition übergeben. Das Tatmotiv ist noch unklar, aber man geht von elfischem Versagen aus.....“ Ungerührt von Holgers komplexen Gedankengängen hatte Klaus genau dort mit seinem Geschwafel weitergemacht, wo er aufgehört hatte. Und weiterhin saß er in dem seltsamen Kasten. „Weitere Medlungen des Tages: Der Heilige Abend steht bevor und der Uluga-Orkstamm sucht weiterhin fieberhaft nach Spendern, die ein Festmahl für einhundertfünfzig hungrige Orks stif......“

Den Rest überhörte Holger einfach missmutig. In besseren Tagen würde er sich jetzt darüber freuen, dass er sein Leben mit viel Nachdenken nutzte, doch seit er eben kein Leben mehr hatte, konnte er sich auch darüber nicht mehr freuen. Doch er liebte es, über Dinge nachzudenken. Und eine Sache in Klaus Rede hatte doch tatsächlich sein Interesse geweckt. „Heiliger Abend..... Oh mein Gott, ich hasse heilige Sachen. Von Heilig bekomme ich immer solches Hirnjucken......“, murmelte er vor sich hin. Er hasste Hirnjucken wirklich. Es kam am ehesten dem gleich, was man als „qualvoller Tod“ bezeichnen würde. Er hatte Hirnjucken auch schon, als er noch sterblich war und damals war es sogar eine noch größere Qual für ihn, da er damals nicht einfach seinen Schädel aufklappen konnte um sein Hirn zu kratzen. „In den vergangen Weihnachtsfeiern bekam ich doch nie Hirnjucken..... Aber damals hat Klaus ja auch nicht diesen ominösen heiligen Abend erwähnt. Andererseits ist es nur Klaus der so etwas gesagt hatte.....“, dachte Holger, als seine Gedankengänge wüst unterbrochen wurden. „Hey Hollgar!“, verkündete eine Stimme hinter Holger. Sie gehörte zweifelsohne Lars, einem flüchtigen Bekannten Holgers, dessen einzige Tätigkeit darin zu bestehen schien, ungefragt in Holgers Höhlen-WG zu kommen, ein paar Sätze zu sagen und dann ohne ein Wort wieder zu verschwinden. Der Grund, warum er ihn nicht Freund nannte, war die Tatsache, das Lars es seit Jahren nicht hinbekam „Holger“ richtig auszusprechen. „Du Hollgar.... Da gibt´s doch dieses Zeug´s bald..... dieses..... dieses Heiliger Abend oder so. Haste davon schon gehört Hollgar?“, fragte Lars dümmlich. Holger seufzte. Sein Umfeld bestand aus vollkommenen Idioten. Doch Lars machte ihn nachdenklich. „Heiliger Abend..... jetzt hat ihn auch noch Lars erwähnt....... Andererseits ist auch Lars ein Trottel.“, dachte er. „Hey Lars, du kannst dich doch eigentlich mal nützlich machen: Welches Datum haben wir heute?“, fragte Holger und bereute es kurz darauf wieder. Als würde ein Idiot wie er so etwas wie das Datum wissen....

„....ten. Spender können sich melden bis heute, dem 23.12 bis 23.59 direkt beim Uluga-Stamm. Und soeben erreicht uns eine Eilmeldung: Laut der Blind-Zeitung, Ancarias führender und einziger Zeitung, hat Blind Guardian angekündigt, eine neue Single heraus zu bringen. Sie soll wohl eine erweiterte Version ihrer Erfolgssingle „Sacred“ werden und aller Voraussicht nach „Sacred Night“ heißen. Sollten sich diese Gerüchte als wahr erweißen, wird dies wohl die Sensation des Jahres, da die Band nie zuvor einen Weinachtssong herausbra......“

„Das ist es! Klaus du bist ein Genie! Der 23. ist also heute.... Also ist morgen dieser Heilige Abend.......“, dachte Holger. Dann merkte er, was das bedeutete. „Dann habe ich nur noch einen Tag Zeit, um mich auf das unvermeidliche Hirnjucken vorzubereiten......“, japste er. Als er sich wieder zu Lars umdrehte, um ihn höflich aber bestimmt der Höhle zu verweisen, bemerkte er, das sein flüchtiger Bekannter die Höhle bereits ohne ein Abscheidwort wieder verlassen hatte.....

Missmutig lag Holger auf seinem Bett, einem mit viel Liebe (und Menschenhaut) gepolsterten Stein. Das Hirnjucken war unvermeidlich, doch Holger, der schon damals, als er noch ein junger Untoter von knapp dreihundert Jahren war, Angst vor den Schmerzen hatte, die ein juckendes Gehirn verursachte, fürchtete sich vor diesem Moment. „Was rege ich mich eigentlich auf? In den letzen Jahren gab es doch auch niemals irgendwelche Zwischenfälle.....
Nur weil Klaus und Lars, zwei Idioten, mit zusammen eineinhalb Hirnen so etwas gesagt haben?“, sagte er immer wieder zu sich. Außerdem wäre es wie damals, als Schwester Bertha, die dicke Seraphimkrankenschwester aus Thylysium, ihm als kleinem Jungen Blut abgenommen hatte. Öfters fragte Holger sich, was im Nachhinein betrachtet eigentlich so viele Schmerzen verursacht hat. Die Nadel kann es wohl kaum gewesen sein. Und wenn seine Gedanken dann wieder abschweiften, dann fragte er sich auch, ob Schwester Bertha noch lebte und noch immer kleinen Jungen Blut abnahm. Das bezweifelte er allerdings dann wieder, da eine Seraphim mit Namen „Bertha“ in Ancaria nicht allzu häufig anzutreffen war.
„Andererseits, wenn morgen wirklich der Heilige Abend ist, muss ich Klaus und Lars dann nicht etwas schenken......“

„...chten. Hansi, Sänger der Band bestätigte die Gerüchte noch nicht, aber er wich gezielten Fragen aus, was eventuell die Wahrheit der Gerüchte bestätigen könnte. Das war´s von uns mit der Tagesschau. Die nächsten Nachrichten gibt es morgen wieder um 20.00 Uhr“

Klaus hatte endlich mit seinem „Fernsehprogramm“ aufgehört und sich auf seinen Stein gegenüber von Holger hingelegt. „Du Klaus, wenn morgen dieser heilige Abend ist, muss ich dir dann eigentlich etwas schenken?“, fragte Holger. „Ooooooh Geschenke. Woooo?“, war die Antwort. Eigentlich hätte Holger sich das auch denken können. Ohne seinen Kasten brachte Klaus ja keinen halbwegs vernünftigen Satz zusammen. Er rollte sich zur Seite.
„Aaah und Fröhliche Weihnachten, morgen Klaus.....“, murmelte Holger. „Vielen Dank mein lieber Freund. Auch ich für meinen Teil wünsche dir ein recht besinnliches Fest, auf das auch du den Geist der Weihnacht verspürest.....“, kam es als Antwort.

Mit einem Mal saß Holger kerzengerade im Bett. Hatte Klaus gerade einen linguistisch komplizierten Satz von sich gebracht? Er sah nach rechts. „Schönä Weihnacht´n Holgaaaaaah“, kam es aus Richtung von Klaus Stein. Holger legte sich wieder hin. „Ich muss wohl geträumt haben..... wenn ich als Untoter das überhaupt kann.“, dachte er. Er brummte schnell eine missmutige Antwort auf Klaus Wunsch und drehte sich wieder zur Seite. Er war sich sicher, das der heilige Abend morgen, wohl kein schöner Tag werden wird. Und während er über diese Sachen nachdachte, schien er in eine Art „untoter Schlaf“ zu verfallen, während sein Hirn langsam anfing zu jucken. „Verdammtes Hirnjucken.....“, waren die letzten Worte Holgers, bevor er in einen tiefen untoten Schlaf fiel.

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SeraphOfDoom

Weihnachtsgeschichte der Goblins:
(Vom Goblinschamanen jedes Jahr am Heiligen Abend erzählt)


Alle Jahre wieder erzählt man die Geschichte,
An eben diesem Tage, von eben diesem Lichte,
So stand es einst geschrieben und es geschah alsbald,
Am Ende eines Jahres, die Luft, sie war Eiskalt.

Mä´riahr und Gobsef, sie wandeln in Legenden,
Sie trug einmal ein Kind im Bauch, um´s Böse zu beenden
Doch wohin sie auch kamen, für sie gab´s keinen Ort,
So setzten sie trotz Kinde, die lange Reise fort.

Die Masse war der Grund der Elfen:
„Ihr seid viel zu korpulent,
Nie würden wir euch Goblins helfen,
Nützlich seid ihr höchstens nur, weil euer Fett gut brennt.“

Denn niemand mochte unsre Haut,
Man hasste das Gewicht,
Zu grün sind wir, war seine Braut,
Und dann noch das Gesicht.

Nur weil wir anders sind und klein,
Wir fühlen doch den Schmerz,
Die Welt ist zu uns so gemein,
Wir Goblins ham ein Herz!

Sie wollten zu den Trollen geh´n,
Die Türen standen offen,
Doch konnt´ man sie nicht mehr verstehn,
Sie waren zu besoffen.

So war der Weg doch viel zu weit,
Mä´riahr war so schwach,
Es war schon lange an der Zeit,
Da stand für sie ein Dach.

Es war ein Stall im nirgendwo,
Wo sie nun Ruhe fanden,
Der Boden, weich durch Heu und Stroh,
Wo sie das Kind endbanden.

So legten sie ihn, nackt und bloß, in eine dieser Krippen,
Nun lag er da, so klein und grün, ein Lächeln auf den Lippen,
Dort über´m Stall, da brannt ein Stern,
Und viele Wesen eilten, von nah und auch von fern.

Sie brachten teure Gaben, in eben dieser Nacht,
Nie wollen wir´s vergessen, das Kindelein, das lacht,
Und jenem Tag, dem wollen, wir heute nun gedenken,
Indem wir allen Wesen, ein Stück der Liebe schenken.

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Imp4ct

Weinachten klopft an die Pforte von Ancaria. Sowohl Hochelfen als auch Menschen bereiten sich auf die heilige Nacht vor, indem sie ihre Hütten und Häuser prächtig schmücken, doch we jedes Jahr lief nicht alles so, wie es sollte. Lumen war mit der weißen Pracht ein wenig übereifrig und hat selbst die Wüste in ein sanftes weiß getaucht. Überall in Ancaria liegt Schnee, was eine Menge Arbeite für die Bewohner großer Städte bedeutet, aber in dieser besonderen zeit hilft selbst der Adel den Sklaven und Bürgern bei der Arbeit den Schnee bei Seite zu schaffen.
Schon seit Beginn des 12. Mondzirkels wurde in ganz Ancaraia kein Blut mehr vergossen.
Die Kobolde zum Beispiel randalieren nicht mehr, weil sie auch viel zu beschäftigt sind ihr Fest vorzubereiten, indem sie ihre kleinen Lager gemütlich herrichteten. Sie vergrößereten ihre Lagerfeuer, haben ihre Wolfgefährten gekemmt und deren Näster mit Fichtenzweigen verschönert. Da ihre Lager immer in der Nähe von Bäumen sind, brauchen sie auch keinen fällen, sie haben einfach den nächstgelegenen Tannenbaum mit Knochen und Schnitzerein geschmückt und genießen nun die Zeit bis es so weit ist. Um sich die Zeit zu verschönern schnitzen die Goblins fleißig Geschenke für Freunde und Familie, aber da die Lager zum Teil weit auseinander liegen, wird am heiligen Abend der Beste Wolfreiter des jeweiligen Lagers ausgesandt, um die Geschenke zu einem anderem Lager zu bringen.
Auch in Nor Plat schweigen die Waffen der Clans, denn auch sie sind mitten in der Vorbereitung. Allerdings ist im einem der Clans, dem Uluga Clan, Unruhe ausgebrochen. Als der Clanchief Emma, die Weinachtsganz füttern wollte bemerkte er, dass Emma verschwunden ist. Darum grübelte er, wue er sm schnellsten an Ersatz rankommen konnte. Und tatsächlig hatte er eine gute Idee. Er zog los und verführte einen Kobold, indem er ihm Essen und Obdach angeboten hat und zwar sehr viel essen. Der Kobold merkte nicht, dass er gemässtet wird und eher er sich versah, hing er bereits übern einem Ofen. Als der Goblin endlich aufgehört hat zu fluchen, ist auch endlich engültig Ruhe im Clan.
Aber es gab in Ancaria noch nie ein Weinachtsfest, dass reibungslos und ohne Probleme von statten ging. Der Imp, der die Geschenke verteilt, hat einige Flugübungen gemacht, um in der heiligen Nacht auch schnell genug die Geschenke zu verteilen. Bei dieser Übung geriet er in der Wüste in einen furchtbaren Sandsturm, der seinen Schlitten ordentlich durchschüttelte. Er kam heil aus der Sache heraus, aber als er wieder daheim war, bemerkte er, dass ein Geschenk verloren gegangen ist und zwar ein orginalverpacktes Sacred 2 - Fallen Angel mit einem von Blind Guardian unterschriebenem Sacred 2 Poster. Er flog noch einmal los und suchte den ganzen tag nach dem Geschenk, doch wie es schien wurde es verweht und lag nun irgendwo in der Wüste unter einen dicken Schicht Sand und Staub. Er suchte bis in die Nacht, doch er fand nichts. Darum flog er nach Khorum, um zu rasten . Der Imp konnte nicht schlafen und hat die ganze Nacht überlegt, wo genau er das Geschenk verloren haben könnte.
Am nächsten morgen schien die Sonne erbarmungslos auf Bengaresh nieder und der Imp konnte nicht weitersuchen, erst am Abend hat er weitersuchen können, er wollte gerade den Schlitten und die T-Rentiere fertig machen, als er einen Untoten bemerkte, der zu ihm kam. Der Imp wurde nervös, denn er hatte weder ein Waffe, noch einen Sog der Hölle dabei, um ihn loszuwerden. Doch es kam anders als erwartet, der Untote drückte dem Imp ein in Tuchballen eingewickeltes Bündel in die Hand und sagte, dass ihm das vor 2 Tagen auf den Kopf gefallen ist und dass er den Schlitten vom Imp erkannt hat, als sein kopf abgefallen ist. Der Weinachtsimp öffnete das Bündel und war sehr überrascht. Es war das verlorene Geschenk und es war unversehrt, aber ein wenig staubig. Der Imp war überglücklich und hat als Dank dafür, dass der Untote ihm das Geschenk unversehrt überbracht hat, einen Segen ausgesprochen, der allen Untoten in Ancaria gewährte, am 24. Tag des 12. Mondzirkels in ihre Gruften zurückzukehren und den ewigen Schlaf anzutreten. Der Untote konnte auch sein Glück nicht fassen und versprach dem Imp, bis zu diesem Tag nur noch gute Taten zu vollbringen. Der Imp schmunzelte, verabschiedete sich und flog wieder heim, heilfroh, dass auch das erledigt war.
Die Zeit bis Weinachten in Ancaria verläuft seitdem friedlich und alle warten gespannt und friedlich auf die heilige Nacht: Die Hochelfen, Menschen, Orks, Untoten, Tiere, der gebratene Weinachts-Kobold des Uluga-Clans und alle anderen Lebenwesen in Ancaria...

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Cortana183

Tarane und das Geschöpf im roten Mantel

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und die Hochelfen und Menschen, ja und sogar die Oger, Kobolde und Zombies bereiten sich auf das Weihnachtsfest vor. Die Bäume werden geschmückt und die Häuser dekoriert während es in allen Straßen und Häusern nach köstlichem Weihnachtsgebäck duftet. Ganz Ancaria feiert das Fest der Weihnacht und jeder freute sich. Nur ein Volk feierte nie das Fest der frohen Weihnacht. Dennoch sollte dieses Jahr für Tarane das Weihnachtsfest ganz anders geschehen.

Nach einem langen harten Kampf mit einem Inquisitor, der versucht hat das Menschen Dorf Eichenwalde zu überfallen, versuchte sie sich aus den Klauen des Inquisitors zu retten doch er hatte sie fest im Griff. Erst als der gewaltiger Schneesturm über das Tal herein brach und der Inquisitor zum Rückzug gezwungen war schaffte sie es sich noch zu retten. Tarane war schwer verletzt und sie wusste, dass die einzige Möglichkeit noch zu überleben darin bestand noch rechtzeitig in das Dorf zu kommen. Bevor Sie ihren letzten Atemzug machte! Den halben Weg taumelte sie vor Erschöpfung und bibbernde Kälte. Die Schmerzen die Ihr der Inquisitor durch seine Klinge und seiner Macht zu gefügt hat machte das Laufen immer schwerer. Der Sturm war so heftig, dass Man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Plötzlich wurde Tarane Schwarz vor Augen und Sie brach zusammen! Ein schlimmer Alptraum quälte ihre Seele und mit einem Schreck wachte sie Schweiz gebadet auf. Ein knisterndes Feuer brachte ihr Wärme und der Duft von frischen Speisen lag in der Luft. Langsam besann sie sich, sah sich um und bemerkte, dass ihre Wunden behandelt wurden. Wer Sie wohl aus dem eisigen Sturm befreit und Ihre Wunden versorgt hat waren ihre ersten Gedanken die jedoch schnell Platz für den Inquisitor machten der noch immer in den dunklen Schatten der Wälder lauerte.
Sie stand auf, legte Ihre Rüstung an und nahm ihr Schwert das in der Ecke stand. Auf einmal hörte Tarane ein Geräusch und nahm ihre Kampfhaltung ein, wobei der Schmerz der Wunde wieder durchdrang und sie kurz zur Seite knickte und leicht zitterte. Die Tür öffnete sich und ein Mann trat hinein „Ah! Du bist schon wach und kannst wieder stehen, mehr oder weniger!? Ich will dir nichts böses, du kannst dein Schwert ruhig wieder einstecken! Ich denke es ist besser wen du deine Wunden erst einmal ausheilen läst. Ich bringe dir auch gleich frisches Wasser und etwas zu Essen. Ach und bevor ich es vergesse, mein Name ist Wilson, Wilson Weinberg.“ Tarane entspannte sich und legte ihr Schwert nieder. „Hallo, ich bin Tarane, Schwertschwester des Seraphim Ordens. Ich habe keine Zeit hier noch länger rum zu liegen! Ich muss einen Inquisitor finden, mit dem ich noch eine Rechnung offen habe!“ Wilson legte noch etwas Holz in den Kamin und sagte ihr „Bleib ruhig Tarane! Mit deinen Verletzungen wirst du gegen den Kerl eh nicht viel ausrichten können.“ Sie schaute ihn spottend an „Wen ich den Inquisitor nicht finde wird es für uns alle hier zu spät sein!“. Weiterer Schmerz machte sich bemerkbar und Tarane brach leicht zusammen. Wilson half ihr wieder zurück ins Bett und sagte ihr noch bevor er raus ging „Ich habe es dir ja gesackt. Du bist noch zu schwach! Ruhe dich erst mal noch aus. Ich bringe dir gleich was zu Essen. Und was den Inquisitor angeht, mach dir mal um den keine Sorgen, der Weihnachts-Imp wird uns wie jedes Jahr beschützen.“ Tarane hatte noch nie etwas von dem Weihnachts-Imp gehört. Warum auch, schließlich waren die Seraphim die Beschützer Ancarias, dennoch würde es erklären warum seid über 100 Jahren es im 12 Monat des Kalenders es kein Unheil und Leid zu verhindern gab.
Wilson kam zurück und brachte ein Teller mit einer Keule von der gebratenen Gans und einem Becher voll Wein mit. „Bitte sage mir! Wer ist dieser Weihnachts-Imp?“ Wilson staunte nicht schlecht „Sag bloß du kennst den Weihnachts-Imp nicht!?“. „Nun ja, ich bin eine Seraphim. Wir feiern kein Weihnachten.“ Er setzte sich neben ihr und erzählte ihr die Geschichte vom Weihnachts-Imp während sie von der Gans kostete. „Der Weihnachts-Imp kommt jedes Jahr zur Weihnachtszeit und beschützt alle die an ihn glauben und von guten Herzens sind. Er trägt einen roten Mantel und eine rote Bommelmütze mit einer weißen Kugel am Ende. Er schlichtet Streit, hilft den Armen, bringt den Hungernden Essen und bringt die ganze Familie zusammen. Und am 24 Tag der Weihnachtszeit fliegt der Weihnachts-Imp mit seinem Schlitten von Ort zu Ort und beschenkt alle die brav und artig wahren mit Geschenken. Wir nennen diese Nacht Sacred-Night. Darum feiern wir dem Weihnachts-Imp zu ehren jedes Jahr Weihnachten.“ Tarane hörte gespannt zu und war verblüfft das es so jemanden gab.
Plötzlich gab es einen Knall! Tarane nahm ihr Schwert und beide rannten raus. Sie wusste das nur einer diese Explosion verursacht haben kann, die das Haus von am Dorfrand zum brennen gebracht hat. Wilson wollte gerade mit den anderen Dorfbewohnern hin rennen um den Leuten in dem Haus zu helfen, als Tarane alle stoppte. Sie sprach eine Formel aus und ein gleißendes Licht hüllte das Haus ein, es löschte den Brand und rettete die Bewohner. Es hat ihr viel ihrer Energie gekostet um diese Tat zu vollführen. Einer der Dorfbewohner schrie auf und Tarane drehte sich zu ihm. Dort stand er also, der Inquisitor. „Ich bin Dargados! Ihr werdet mir jetzt alle euer Gold geben oder ich werde das ganze Dorf nieder brennen!“ schrie der Inquisitor aus und Tarane konnte es nicht fassen. Es hieß Dargados sei der Inquisitor der damals den Angriff auf Seraphia angeführt hat wobei viele ihrer Schwestern umgekommen sind. Und nun hatte Sie die Gelegenheit das Leid das er den Seraphim damals zugefügt hat zu Rächen! Tarane nahm ihre ganze Kraft zusammen und stürmte auf Dargados zu! Ihre Klingen kreuzten sich und beide versuchten mit Ihrer Magie den anderen aus zu spielen. Der Anfang sah noch gut für Tarane aus, doch seine Macht war zu stark und sie war zu schwach. Taranes Kraft schwand immer mehr und es fiel ihr schwer sich seiner Macht zu wieder setzen. Und die Dorfbewohner fürchteten schon, dass es dieses Jahr kein schönes Weihnachten geben wird. Tarane verlor ihre Kraft und der Inquisitor schleuderte sie weg und wand sich nun dem Dorf zu. Alle Dorfbewohner rannten um ihr Leben. Tarane lag gelähmt im Schnee und konnte sich nicht bewegen. Sie dachte, es währe aus. Doch als sie plötzlich eine Gestalt im roten Mantel auf sie zu laufen sah wusste sie es gibt noch Hoffnung. Das kleine Kerlchen gab ihr etwas zu trinken und verschwand wider so schnell wie er kommen ist. Ihre Wunden verschwanten und ihre ganze Energie floss wieder durch ihren Köper. Der Inquisitor merkte nicht was hinter seinem Rücken geschah und das einzige was er noch spürte war ein gewaltiges Licht mit der Energie eines reinen Herzens. Er konnte sich noch umdrehen und sah wie Tarane ihre göttliche Kraft benutzte um ihn ein für allemal zu vernichten. Der Lichtstrahl der aus den Wolken kam zerfetzte das Böse im seinem Herzen und lies im klar werden was er alles für schreckliche dinge getan hat und das er es bereue. Seine Seele fuhr in den Himmel, von wo sie eines Tages als Schutzengel wieder nach Ancaria zurück kehren würde.
Die Bewohner von Eichenwalde staunten nicht schlecht als sie aus ihren Verstecken kamen.
Wilson ging zu ihr und fragte ganz hastig „Was ist passiert? Ich dachte schon du bist tot! Wie bist du wieder auf die Beine gekommen?“. Nachdem er Tarane endlich hatte zu Wort kommen lassen „Nun, ich hatte etwas Hilfe vom Weihnachts-Imp.“. Wilson brachte nur noch ein kräftiges Lachen raus und alle anderen freuten sich mit und ruhe kehrte wieder in Eichenwalde ein. Tarane blieb noch eine Weile im Dorf bei Wilson und freute und feierte mit Ihm. Als dann die Sacred-Night herein brach schaute Tarane abends bevor sie zu Bett ging noch zum Mond und sah den Weihnachts-Imp in seinem Schlitten fliegen. Am nächsten Morgen lagen für alle Dorfbewohner Geschenke unter dem Baum. Die Kinder freuten sich und lachten über ihre Geschenke. Auch für Tarane war eins dabei und auf der Grußkarte stand. Vielen Dank für deine Hilfe.

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Draxo

Weihnachten ist Weihnachten

"Jingle Bells, Jingle Bells! Jingle all the -"
"Könntest du bitte aufhören zu singen, Brock?!" Die Dryade schaut ihn grimmig an.
"Auch wenn die Stimmung und die Musik hier auf dem Weihnachtsmarkt dazu verleiten, deine -äh- tiefe, brummende Stimme passt einfach nicht zu -äh- freundlichen Liedern.", fügt die Seraphim hinzu.
Eine blecherne Stimme führt spöttisch fort: "Also eines steht fest. Wegen deiner Gesangeskünste haben sie dich bestimmt nicht noch 'mal wiedererweckt.."
Das vorerst verlegenheitsrote Gesicht des nicht ganz so stimmbegabten Schattenkriegers dampft nun vor Zorn: "Na warte, du alte Blechdose!"

Während sich die beiden in der menschenüberladenen Straße des Weihnachtsmarktes in die Mangel nehmen, ziehen die Damen der Truppe ungehindert fort. Sie haben sich an dieses Benehmen der beiden Männer schon zu sehr gewöhnt, um jedes Mal aufs Neue Streitschlichter zu spielen.
Als sie auf dem Schnee entlang an beschmückten und warm duftenden Ständen vorbei gehen, versuchen sie nicht an die beiden Störer zu denken, sondern die Atmosphäre zu genießen.
Doch die Dryade kann ihren Zorn nicht halten.
"Immer dasselbe mit den beiden! Wie die kleinen Kinder! Nein, sogar noch schlimmer!" Die Stimme der Dryade sprudelt vor Wut.
Die Seraphim versucht scherzend zu antworten, um die Stimmung wieder der Weihnachtszeit anzupassen: "Wenigstens halten die ganzen Menschen ringsum sie davon ab, mit Lasern und Untoten um sich zu werfen - "

-Knall-

Nun ist selbst die immer friedliche Seraphim wutentbrand und stürmt zusammen mit der Dryade auf eine riesige, die Dächer der Stände überdeckende Staubwolke zu, die sich zufälligerweise genau an der Stelle aufbäumt, an der vorher die beiden Streithähne aufeinadertrafen.
Ihre Vermutung und Befürchtung bestätigt sich sogleich: Im Zentrum des aufgewirbelten Staubes stehen die Männer.

Um der Peinlichkeit zu entfliehen, ziehen die Dryade und die Seraphim die beiden an den Ohren in die erstbeste entlegene Gasse. Doch es ist unnützt, denn den Streit, welcher nun entfacht, würde man sogar bis an die lautesten Boxen eines Blind Guardian Konzertes hören. Der ganze Markt steht still und schaut in die Richtung, aus der die Stimmen kommen.

"Sag mal, habt ihr sie noch alle?! Uns so vor den ganzen Menschen und Hochelfen und was-weiß-ich-für Arten bloßzustellen!! Immer, wenn wir in einer Zivilisation sind, werden wir zum Gespött aller!!", die Dryade ist nicht mehr zu bremsen.
"Es tut uns wirklich leid, Shany! Kommt nie wieder vor!"
"Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört?! Tut uns leid, tut uns leid, aber trotzdem ist jedes Mal dasselbe Theater!"
"Schrei doch nicht so, die Leute gucken doch schon.", erwidert der Tempelwächter Rhet ruhig und gelassen, als wäre nichts passiert.
"Du willst mir irgendetwas von Scham erzählen?!"
Sanft versucht die Seraphim zu schlichten: "Ihr solltet euch schämen, Jungs. Du Rhet, hör auf, Brock immer so zu provozieren. Du weißt doch, wie er auf solche Sticheleien reagiert. Und du Brock, höre nicht auf Rhet. Wenn du singen willst, dann sing ruhig, nur versuche niemanden damit zu stören, denn das wäre unhöflich."
"Genau!!", schreit die Dryade.
"Auch du, Shany, solltest dein Verhalten noch einmal überdenken. Niemandem nützt dein Geschrei etwas. Versuche das nächste Mal den Streit vernünftig zu klären."

Schadensfroh und mit Siegergrinsen auf den Lippen blicken Rhet und Brock zu der nun noch zornigeren Shany.
"Ihr werdet schon noch sehen, was ihr davon habt.", flüstert sie sich, während sie schon die ersten finsteren Pläne schmiedet. Ihr nun hohes, herausgepresstes Lachen wirkt in der Dunkelheit der Gasse wie das eines Größenwahnsinnigen.

Flüsternd beugt sich Brock beim Verlassen der engen Straße zu der Seraphim:
"Danke für deine Hilfe, Janette! Wer weiß, was uns diese Voodoo-Hexe sonst noch angetan hätte!" So sehr er auch versucht zu flüstern, scheint dennoch jeder Satz herausgeschrien.
Shany mit geballter Faust und feurigen Augen:
"Ich kann dich hören!!"
"Ma - mammi!!", jammert das sich verdrückende Riesenbaby.

Nachdem auch dieser Streit erfolgreich - wenn auch mit körperlicher Gewalt - von Janette geschlichtet wurde, kann der Ausflug über den Weihnachtsmarkt von Thylysium normal fortgeführt werden.
Zumindest so normal, wie er für eine Seraphim, einen Schattenkrieger, einen Tempelwächter und eine Dryade gemeinsam aussehen kann.

Janette zu den grün und blau Geschlagenen:
"So, und jetzt alle ruhig, keine Streitereien mehr. Erfreut euch lieber des weißen Schnees, der weihnachtlichen Stimmung, des wunderschönen Gesanges - "
"Yeah, Jingle Bells, Jingle - "
"Nein, Brock, nicht singen. Wo war ich? Ach ja. Diese Atmosphäre hier auf dem Markt, sie wirkt so, so himmlisch!"
"Pff, das konnte ja nur von einer Seraphim kommen!", spottet Rhet, "Ich weiß gar nicht, was alle an Weihnachtsmärkten so toll finden, bei dem ganzen Krempel, den es hier gibt. Grabsteine mit urkomischen Sprüchen wie 'the cake is a lie!' oder 'Medic!!' an dem einen Stand und - achso - menschlicher Trägersklavenhandela an einem anderen.. Ist es das, was euch allen gefällt?"
"Sei doch nicht immer so griesgrämig, Rhet! Schau lieber mal! Da gibt es einen Stand mit T-Energie - Pointern und weihnachtlichen Aufsätzen für deinen Arm!"
"Was, wo?!"
"D - "
- Zisch -

Kurze Stille.

"Der war jetzt aber schnell weg!", staunt Brock.
"Halb so wild, dann sind wir eben nur noch zu Dritt. Du, ich und - wo ist Shany?"
"Ähm!", seine Blicke durchsuchen die Menschenmassen, "Da drüben, die geht zu dem Second-Head Shop! Hat sicher wieder einige Schrumpfköpfe zu verkaufen, bei dem, was wir am Tag immer alles so niedermähten!" Brock lacht voll stolz.
"Wir treffen uns in einer Stunde beim Weihnachtsmann!", schreit Janette ihr noch in ihrer sanften Tonlage hinterher. Aber Shany scheint garnicht hinzuhören.
"Na ja, dann unternehmen wir beide halt gemeinsam etwas, nicht wahr Brock? Brock?"

Eine leise Stimme ertönt im Hintergrund.
"Now you all now.."

Brock bleibt angespannt auf der Straße stehen. Der kalte Wind pfeift ihm um die Ohren.

"The bards and their songs.."

"Hörst du das, Janette?!", fragt Brock mit weitaufgerissenen Augen.
"Äh, nein? Was soll ich denn hören?"

"In a world far away.."

"Das sind sie! Ganz sicher!"
"Wer ist was?"

"We may meet again.."

Lachend wie ein kleines Kind vor Weihnachten zerreißt Brock seinen neuen, weißen Anzug. Darunter kommt eine schwarze Hose, ein Nietenarmband und ein signiertes Blind Guardian - T-Shirt zum Vorschein.
"Wir sehen uns dann in einer Stunde beim Weihnachtsmarkt! In Ordnung, Janette?!"
"Jaja, lass mich hier ruhig allein.. Viel Spaß."

Laut singend stürmt Brock zur Bühne.
".. Tomorrow will take us away! .."

So steht sie nun da. Allein, ohne zu wissen, was sie nun eine ganze Stunde lang machen solle. Mit ihren leuchtend pupillenlosen Augen scheint sie alles zu überblicken, doch in Wahrheit ist sie gerade in sich gekehrt und sucht einen Weg, der aufkommenden Langeweile zu entgehen.
Sie könnte mit Leuten reden, doch es würde zu keinem vernünftigem Gespräch kommen. Da ist sie sich sicher.
Denn obwohl Seraphime nicht mehr selten in Thylysium sind, zieht sie dennoch alle staunenden Blicke und sabbernden Münder auf sich. Kein Lebewesen auf dem Weihnachtsmarkt außer ihrer Weggefährten traut sich auch nur 3 Meter an sie heran.
Nicht aus Angst, sondern aus Verlegenheit und Respekt.
Denn sie ist nicht nur irgendeine Seraphim. Sie ist amtierende Miss Ancaria seit nunmehr 7 Jahren!
Ihr glanzvoll eleganter Körper, ihre einzigartigen goldenen Flügel, ihre fehlerhafte Haut und ihre schulterlangen, roten Haare stellen alles andere in den Schatten. Und selbst dieser Schatten traut sich nicht an ihre lichterne Ausstrahlung heran.
Sie ist von übergöttlicher Schönheit.
Immer wenn sie versucht, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, artet dies in eine Stotterorgie des Gegenübers aus. Dennoch spendet ihre Anwesenheit jedem,der sie erblickt, Freude.

Sie bleibt noch eine Weile so stehen, genießt die glücklichen Gesichter, welche sie anstarren, und läuft dann zur wohl größten Ansammlung von Wesen auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt.
Ein besonderer Gast sitzt da auf einem goldenen Thron und spendet Kleinkindern Wärme und Liebe, indem er ihnen kleine, aber wertvolle Geschenke überreicht.
Es ist der Weihnachtsmann, der nur für diesen Anlass aus einer anderen Welt, der sogenannten "Erde", angereist ist.

Sowie sie die glänzenden Augen der Kinder sieht, die auf dem Schoß des roten Mannes sitzen und die glücklichen Stimmen der herumstehenden Bewunderer der Freude hört, vergisst sie jegliche Kämpfe mit Inquisitoren oder Drachen, Streitereien zwischen Schattenkriegern und Tempelwächtern und das gesamte Leid auf der Welt.
Auch ihre drei Gefährten erscheinen neben ihr und genießen im Stillen die Wärme, welche hier ausgeschüttet wird. Diese Stunde des Wartens verging schnell. Denn sie war eine schöne Stunde.

Der harte und grobe Brock lässt den Tränen freien Lauf und trällert lauthals Weihnachtslieder. Auch die Dryade senkt schamvoll den Kopf. Sie wird nicht gern weinend gesehen. Und selbst Rhet hat sich einen Kinderlaternen-Aufsatz für seinen mechanischen Arm gekauft und singt Arm in Arm mit Brock.

Dort steht ein Golem, der kleine - egal ob menschliche oder andersartige - Kinder auf den Schultern trägt, damit auch sie in den Genuss des Anblickes kommen können.
Dort tanzt ein Ork mit einem Kobold.
Und dort schenkt ein Inquisitor einem Trägersklaven Lebkuchenherzchen.

Janette schaut freudig in die Runde und sagt zu sich:
"Egal, ob Mensch, Ork, Golem oder selbst Inquisitor. Weihnachten ist und bleibt immer Weihnachten.. Ein Fest der Liebe.." Ihre Stimme klingt erleichtert.

ENDE

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pumpy

Falling Angels
Ihr,die ihr gegefallen seid,
egal ob Oger,Kobold oder Ork
Ihr seit die Leidtragenden der blauen Energie
Mutiert seid ihr,gewaltätig wurdet ihr und geliebt werdet ihr nicht
Eure Gewalt ist unzügelbar und wird durch euren zorn gegenüber den Rassen gezeigt.
Ihr seid die leidtragenden,von fehlern,welche gemacht wurden.

IHR SEID DIE FALLEN ANGELS
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Dengmama

«Ach verdammt nochmal, mieses Banditenpack!» Norgal, seines zeichens Inquisitor und frommer Anhänger der Göttin Ker stampfte durch den knöchelhohen Schnee und verschwendete keinen Blick an die eben niedergestreckten Briganten.
Es schneite und eisig kalter Wind wehte ihm entgegen, kroch unter seinen langen Rock und ließ ihn erschaudern. Er hasste den Winter. Eigentlich hasste er alle Jahreszeiten aber den Winter konnte er am wenigsten leiden. Er verfluchte Kybele dafür, dass sie ihn frieren ließ und rieb sich die zitternden Hände.
Bis zur Stadt war es noch ein Stück, die Verfolgung dieses diebischen Packs hatte ihn weit von seinem Weg abgebracht. Eigentlich sollte er längst in einer Taverne sitzen und die Erinnerungen an den harten Tag in etlichen Krügen schäumenden Bieres ertränken doch nun war er hier, mitten in der Pampa, hatte endlich diese Bastarde erwischt und musste nun versuchen, wieder zur Straße zu finden.
Nachdem Norgal einige Minuten durch offenes Gelände gezogen war, sah er am Horizont, wie sich ein dichter Wald ausbreitete. Um dem peitschenden Wind zu entgehen, eilte er dorthin und fluchte laut, als ihm ein ganzer Haufen Schnee von einem Ast auf den Kopf fiel. Bis nach Thylysium musste es noch ein ganzes Stück sein, in den nächsten Stunden würde er also sicher nicht mehr dazu kommen, sich an einem warmen Feuer zu betrinken. Schade, wie er fand.
Einige Minuten lang kämpfte sich Norgal durch das Gebüsch und versuchte, nicht in den Schnee zu fallen. Andererseits konnte ihm wohl kaum viel kälter werden. Dann allerdings beschlich ihn ein nur allzu bekanntes Gefühl. Das seltene Talent, außergewöhnliche Situationen vorauszuahnen hatte ihn schon oft vor dem Schlimmsten bewahrt und so machte er sich auch diesmal darauf gefasst, einen harten Kampf austragen zu müssen.
Er verlangsamte seinen Schritt und drehte sich dann rasend schnell um, ließ seine Hand hochschnellen und betrachtete, was er gerade am Hals gepackt hatte. «Du wolltest mich also hinterrücks angreifen? Mieser Ketzer, dafür wirst du büßen!» Er verstärkte seinen Griff und das kleine, rote Geschöpf, das er da an der Gurgel hielt, krächzte leise als sich seine Luftröhre immer weiter verengte.
Norgal wunderte sich, denn diese Wesen, die er bisher immer nur mit einer Kiste auf dem Rücken gesehen hatte und als Trägersklaven wegen ihrem Gehorsam von den reichen Leuten oft benutzt wurden, um deren Gepäck zu tragen, galten eigentlich als überhaupt nicht agressiv.
«Bitte... lass... los... mein... Meister... ist...» Norgal lockerte seinen Griff etwas. «Dein Meister, hat er dir befohlen mich hinterrücks anzugreifen?» Das kleine Geschöpf wimmerte und schüttelte ängstlich den Kopf. «Nein! Nein! Ich wollte nicht angreifen! Mein Meister, er ist abgestürzt. Mitkommen, schnell!»
Da Norgal ohnehin nicht sicher war, ob er überhaupt noch in die richtige Richtung ging, folgte er dem kleinen ungeschickt durch den Schnee hüpfenden Wicht und dachte sich, er könnte dessen Meister vielleicht nach dem Weg fragen. Was er allerdings mit abgestürzt meinte, konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen. Bald blieb der drollige Kerl stehen und deutete auf ein merkwürdiges Gefährt. Es bestand aus Holz aber Norgal konnte sich beim besten Willen nicht erklären, was es darstellen sollte. In seinem Inneren lagen unzählige kleine Kästchen und ein großer, rundlicher Mann lag ausgestreckt in dem ganzen Trümmerhaufen.
Norgal zog ihn zu sich hinauf und untersuchte ihn nach Verletzungen, kam aber zu dem Schluss, dass er nur bewusstlos war. Wahrscheinlich war er von irgendwo herabgestürzt, wie sein Diener es vorhin schon gesagt hatte, jedenfalls klaffte an seiner Stirn eine kleine Platzwunde. Er war sehr merkwürdig gekleidet, komplett in rot und weiß und trug einen langen, weißen Bart.
Er schien nicht aus dieser Gegend zu sein, denn er war eindeutig kein Elf, sondern ein Mensch wie Norgal anhand der runden Ohren feststellte. Mit einer heftigen Ohrfeige verhalf er dem alten Mann wieder zu Bewusstsein. «Alles in Ordnung?» Der Mann rieb sich die Stirn. «Mir geht es gut aber oh nein, mein schöner Schlitten!» So nannte man dieses Gefährt also. «Weisst du, wie ich nach Thylysium komme, alter Mann?»
Er rieb sich den Bart und dachte nach. «Normalerweise kennen meine Rentiere den Weg aber du hast Glück, denn ich habe vorhin die Route kontrolliert und es sollte nicht allzu schwer sein, dorthin zu kommen. Ich muss eigentlich auch noch dorthin, ein paar Päckchen austeilen und könnte einen Begleiter gebrauchen.»
Das kam Norgal gelegen. «Springt für mich auch etwas dafür raus, dich hier gerettet zu haben? Immerhin hätte ich dich auch einfach liegen lassen können.» «Oh ja, ich werde dich natürlich auch beschenken, das ist doch selbstverständlich!» Das merkwürdige Gerede des Alten war Norgal nicht sehr geheuer, er kam zu dem Schluss, dass er wohl noch ziemlich mitgenommen von seinem Unfall war.
Allerdings erwies sich der Kerl ganz nützlich, den er kannte den Weg ziemlich genau und so kam es, dass die beiden Männer und der kleine Diener, der auch die ganzen Päckchen in seiner Truhe verstaut hatte, bald in Thylysium ankamen.
Als sie durch die Häuserreihen schritten, rieb sich Norgal bereits die Hände in Erwartung auf seine Belohnung. «Nun, ich denke ab hier trennen sich unsere Wege...» Er würde sich gleich mit dem Geld, das er nun erhalten würde einmal wirklich ordentlich betrinken, sogar mit teurem Fusel.
«So ist es wohl. Warte aber noch kurz, ich habe etwas für dich.» Der alte Mann nahm ein kleines Büchlein aus seiner Tasche und blätterte etwas darin. «Dann mache ich mich mal auf die Suche... Norgal... wo hab ich dich denn...» Der Inquisitor konnte sich nicht erinnern, seinen Namen genannt zu haben. Auf einmal sah er, wie dem alten Mann die Farbe aus dem Gesicht wich.
«Du betest Ker an? Und hier steht, dass du täglich tötest?» So langsam fühlte sich Norgal unbehaglich. Der alte Mann schien einen innerlichen Kampf auszufechten. «Ich habe dir ja ein Geschenk versprochen, aber... aber du stehst auf der schwarzen Liste! Nun gut, ich werde mein Wort wohl halten müssen.»
Norgal verstand kein Wort von alldem, hielt nun aber voller Erwartung die Hand ausgestreckt und wartete auf seinen Lohn. Der Mann legte ihm etwas in die Hand und als Norgal es betrachtete, kam er sich leicht veralbert vor. «Was? Ein Lutscher? Für die ganze Mühe?»
«Es tut mir Leid aber normalerweise dürfte ich dir nur eine Gerte geben, mehr nicht.» Norgal lachte. «Eine Gerte um dich einmal ordentlich durchzuprügeln, du alter Narr!» Doch der Mann wandte sich schon zum gehen. Mit einem unmenschlichen Sprung landete er auf dem nächsten Dach und verschwand im engen Kamin, obwohl er ja eigentlich einen Recht üppigen Bauchumfang hatte.
«Verdammter Ketzer!», fluchte Norgal als er von innen die Stimme des alten Mannes hörte, wie er fröhlich «Ho, ho, ho, frohe Weihnachten!» rief.
Etwas später schlummerte Norgal im Suff vor sich hin, gar nicht bewusst, dass er, ein Inquisitor, Weihnachten gerettet hatte.

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Palahn

Der Schniepel mit der roten Zipfelmütze


Ben hatte Angst. Vor wenigen Stunden hatte der Junge noch arglos auf dem Feld gespielt, wollte einen Schneemann bauen, als ein Goblin mit einer roten Zipfelmütze vorbeigeritten kam. Ben bemerkte ihn zu spät und ehe er sich versah, sprang der Goblin von seinem Wildschwein und fing den Menschenjungen in einem vom Schnee durchnässten Leinensack. Als Ben sich wehren wollte spürte er nur noch einen harten Schlag gegen seinen Hinterkopf, bevor er in Ohnmacht fiel.
Er wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, doch die Geräusche, die er nun hinter der Dunkelheit des Leinensacks vernahm, ließen nichts Gutes erahnen.
Schrilles Kreischen und unverständliches Gebrabbel ließen ihn aufhorchen. Er hatte schon einige Geschichten gehört, dass die Goblins Kinder zum Weihnachtsfest entführten. Niemand wusste, was dann mit ihnen geschah. Ben spürte kein Verlangen, jetzt hinter dieses Geheimnis zu blicken, doch anscheinend würde er nun bald erfahren, was die Goblins mit den Menschenkindern vorhatten.
„Mama“, hörte er eine besonders schrille Stimme kreischen, „wann darf ich denn gucken endlich in den Sack?“
Eine etwas tiefere, jedoch kaum weniger schrille Stimme antwortete dann: „Erst, wenn Schniepel mit roter Zipfelmütze hat angezündet den Tannenbaum.“
Ben wusste, dass die Goblins die Menschensprache benutzten und sie falsch aussprachen. Doch dass es ihm eine solche Angst einjagen konnte, hatte er bislang nicht geglaubt. Es war unheimlich.
Es raschelte von irgendwo her. Ben versuchte, das Geräusch zuzuordnen, konnte jedoch nur schwer einen klaren Gedanken fassen. Langsam merkte er, wie seine Glieder anfingen zu schmerzen. Wie auch immer der Goblin ihn transportiert hatte, er war offenbar nicht sehr behutsam gewesen.
„Hohoho“, eine noch tiefere Stimme war nun zu hören. Dann hörte er ein schabendes Geräusch, so, als würde jemand Steine gegeneinander reiben. Nur wenig später hörte Ben schließlich ein seltsames Knistern und wieder kreischende Stimmen. „Ja! Ja! Brennen! Brennen er soll!“
Die Angst wuchs in Ben. Verzweifelt versuchte er sich aus dem Sack zu befreien, doch das einzige was er erreichte war, das er mitsamt Sack umfiel und sich daraufhin einen unsanften Tritt einfing.
„Du Geschenk für Kinder. Still sein, bis Baum brennt richtig!“ Das galt wohl ihm.
„Was wollt ihr von mir? Ich habe euch nichts getan.“
Wieder ein Tritt. Benn schrie mehr vor Überraschung als vor Schmerz auf. „Still jetzt!“
Das war eindeutig. Ben wollte sich nicht noch einen Tritt einfangen und blieb still.
„Hohoho!“ Das war wieder die tiefere Stimme und kurz darauf hörte Ben ein Geräusch, das ihm verriet, dass nunmehr etwas größeres brennen musste. Vermutlich der Tannenbaum, von dem die Goblins geredet hatten. Es wurde wärmer in dem Leinensack.
„Baum brennt, Mama“, kreischte wieder eine schrille Stimme. Darf ich gucken jetzt?“
„Ja!“ lautete die Antwort, die Ben irgendwie gar nicht gefiel. „Aber nicht wieder machen so schnell kaputt, wie bei letztes Mal.“ Das gefiel Ben noch viel weniger.
Ein wildes Zerren ließ ihn panisch werden. „Nein!“, brüllte er. „Hilfe! HILFE!“
Dann hörte er ein unsanftes Reißen und plötzlich wurde es hell. Seine Augen mussten sich für einen Moment an die Helligkeit gewöhnen, die von dem brennenden Tannenbaum ausging. Erst einen Moment später sah er, wie eine widerliche Fratze direkt vor seinem Gesicht verharrte. Gierige Augen, scharfe Reißzähne, grüne Haut. Ben musste schreien.
„Ding nicht schön!“, beschwerte sich das Goblinkind. „Schreit schon vorher, bevor ich spiele.“
Ein zweites Goblinkind kam dazu, nahm eine große Kartoffel und stopfte sie Ben in den Mund. Sogleich verstummte er.
„Siehst du“, meinte es dann triumphierend. „Ich gemacht aus, ohne kaputt zu machen. Darf ich es behalten?“ Die Frage richtete sich offenbar an die Mutter der beiden Kinder. Ben hatte Schwierigkeiten, Luft zu holen. Er musste durch die Nase atmen, da die Kartoffel über und über mit Sand bedeckt war, der sich nun in Bens Mund verteilte.
„Nein, du hast bekommen neues Knüppel.“ Ben sah erst jetzt, wie bedrohlich das zweite Kind mit dem Holzprügel aussah. Ängstlich und verwirrt sah er sich um. Er musste weg. Er wollte nicht herausfinden, was Goblinkinder mit ihren Weihnachtsgeschenken anstellen mochten. Schon gar nicht, wenn sie diese kaputt machten.
Plötzlich nahm das erste Goblinkind Ben die Kartoffel wieder aus dem Mund. Zwar etwas unsanft, aber wenigstens war sie wieder draußen. Ben spuckte den Sand aus.
„Du weggehen oder mir Knüppel geben“, sagte das erste Kind zu seinem Bruder.
„Aber ich Geschenk ausgemacht. Du nur hast angeglotzt“, kam die Antwort und das größere Goblinkind schwang nun seine neue Holzkeule bedrohlich in den Händen hin und her, um seinen Anspruch daran zu verdeutlichen..
Noch immer brannte der Baum. Mama Goblin und Papa Goblin, der noch immer die rote Zipfelmütze trug, beobachteten voller Stolz, wie sich ihre Kinder um die Geschenke stritten.
Ben entdeckte neben sich nunmehr einen Eimer voller Wasser. Es war nicht sehr sauber. Für einen Moment überlegte Ben, wofür die Goblins es wohl nutzen mochten. Er glaubte nicht, dass sie sich damit wuschen. Vielleicht brauchten sie es zum Kochen, überlegte er. Während sich die beiden Goblinbrüder immer weiter stritten, schauderte es Ben. Was, wenn sie ihn kochen wollten? Wenn er ein Weihnachtsmahl für eine Goblinfamilie werden sollte, nachdem die Kinder ihr Geschenk irgendwann „kaputt“ gemacht hatten?
Die Brüder hatten nun angefangen, sich mit Händen und Füßen zu traktieren, während die Eltern noch immer grinsend und mit einem seltsamen Ausdruck von Zufriedenheit auf ihre Kinder starrten, während der Baum vor sich hin brannte.
Ben nutzte die Gelegenheit, dass alle Goblins offenbar abgelenkt waren. Er schlüpfte aus dem Sack, griff nach dem Eimer, holte weit aus und schüttete das schmutzige Wasser über den ganzen Tannenbaum, um dessen Flammen so gut es ging zu löschen.
Plötzlich herrschte überraschte Stille. Die Kinder hörten auf, sich zu zanken, und die beiden großen Goblins sahen erschrocken auf den nun kaum noch brennenden Baum, während Ben noch immer mit dem Eimer in der Hand ein kleines Stück abseits stand.
Nur sein Herz raste. Würden sie sich nun alle auf ihn stürzen? Ihn womöglich gemeinsam „kaputt“ machen?
Doch plötzlich brachen die Kinder in Tränen aus. „Baum brennt nicht!“, heulte das kleinere Kind und auch der größere Junge hatte plötzlich Tränen in den Augen. „Mama, mach, dass Baum wieder brennt!“, forderte er schließlich.
Völlig perplex sah die Mutter der Kinder nur den Goblinpapa an, der sich nunmehr seine rote Zipfelmütze vom Kopf gerissen hatte und eifrig versuchte, den Baum wieder anzuzünden.
Begleitet vom Heulen und Kreischen der Goblins nahm Ben flugs seine Beine in die Hand und rannte los. So schnell, wie noch nie zuvor in seinem Leben.
Quer durch den Wald, der nur durch den Schein des Mondes erhellt wurde, über ein paar kleinere Hügel und Felder, bis er schließlich eine Straße erreichte. Erst dort wagte er es, sich umzudrehen, doch außer seinem Herzschlag und seinem schweren Atem konnte er nichts hören. Völlig außer Atem setzte er sich an den Wegesrand und versuchte, sich wieder etwas z


geschrieben von Reon